BZV
newsclick
Suchen
14. Februar 2012
2-Tage-Vorschau

Geschätzte 1,2 Millionen Euro für das Sanieren des Bades

Hornburger Verwaltung, Förderverein und Schwimm-Meister arbeiten an einem Konzept

Von Jörg Kleinert

zoom
Großansicht Großansicht

HORNBURG. Das Stadtbad in Hornburg ist in einem desolaten Zustand. Grundleitungen sind kaputt, Fliesen im Schwimmerbecken platzen ab oder reißen, Heizung und Wärmepumpe sind ausgefallen. "Wir könnten im Prinzip von einem wirtschaftlichen Totalschaden sprechen", sagt Stadtdirektor Andreas Memmert.

Der Rat der Stadt sprach sich in der Vergangenheit immer wieder für den Erhalt der Einrichtung aus. In enger Zusammenarbeit mit Verwaltung, Stadtbad-Förderverein und den Schwimm-Meistern entsteht nun ein Modernisierungskonzept.

"Wir versuchen, mit Intelligenz eine Anlage zu schaffen, die Folgekosten minimiert", sagt Memmert. Das Problem: Die Sanierung des Bades verschlingt geschätzte 1,2 Millionen Euro. Nach derzeitigem Stand kann die hoch verschuldete Stadt Hornburg rund 200 000 Euro Eigenmittel bereitstellen.

Unter schwierigen Voraussetzungen seien Fördermittel beim Land Niedersachsen erhältlich, so Memmert weiter. Die Prüfung der Förderwege laufe gerade. "Und dann müssen wir die Kommunalaufsicht überzeugen, dass wir das hinkriegen."

Memmert nannte Zahlen: Pro Jahr belaufe sich das Defizit des Stadtbades auf 80 000 bis 100 000 Euro. In den vergangenen fünf Jahren seien jeweils Fliesen-Reparaturen in Höhe von 15 000 Euro angefallen.

Da das Schwimmerbecken wegen platzender Fliesen undicht ist, gehen täglich 70 000 Liter Wasser verloren. Die Ursache dafür: Das Schwimmbad liege im Ilse-Urstromtal, das wiederum große Grundwasserschwankungen aufweise. "Hier schwimmt quasi ein Becken in einem anderen", verdeutlicht der Stadtdirektor.

Die Pläne gehen nun dahin, eine Edelstahlwanne in das Schwimmerbecken einzusetzen, allerdings kleiner und Wasser sparender als das alte Fliesenbecken. "Es muss künftig wartungsarm sein", so Memmert.

Das Springerbecken sei dagegen in gutem Zustand. Ferner sei geplant, die Grünanlagen umzugestalten und Elemente für den Gesundheitssport einzubauen. Um im Mai Kosten für die teure, mobile Heizungsanlage zu sparen, beginnt die Badesaison erst Ende Mai und endet bereits in der letzten August-Woche. Sollten die Fördermittel rechtzeitig fließen, sei mit ersten Abbrucharbeiten im September zu rechnen.

Donnerstag, 18.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11936524/menuid/2164
epaper

Die elektronische Ausgabe Ihrer Zeitung - Jetzt abonnieren!

[ zum e-paper ]

Videos der Region

Städte suchen Wege aus Schuldenfalle

zum Artikel ]

VfL-Spielerin startet beim "Nacktrodeln"

zum Artikel ]

Stadt warnt: Eis auf dem Südsee trägt nicht mehr 

zum Artikel ]

Politik fordert Entschärfung von Ampelkreuzung

zum Artikel ]

Schwelender Streit ums Biogas

zum Artikel ]

Vom Rittergut sollen nur zwei Gebäude übrigbleiben

zum Artikel ]

So macht Chemie-Unterricht Spaß

zum Artikel ]

Werner Köhler prägte 43 Jahre die Orgelmusik in Esbeck

zum Artikel ]

Romec Manns verzichtet – Vechelder SPD votiert für Bachmann

zum Artikel ]

"Sie sind Vorbild in Sachen Menschlichkeit und Miteinander"

zum Artikel ]

Rat wird dem Mobilitätsmuseum zustimmen

zum Artikel ]

Nabu warnt: Leguane sind keine Haustiere

zum Artikel ]

Delphin-Palast erhält ein Lifting

zum Artikel ]

Global Inn setzt aufs Internetgeschäft

zum Artikel ]