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09. Februar 2012
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Eine Traglufthalle als Notlösung

Stadtbetriebe prüfen Vorschlag von DLRG und Grünen – Schwimmvereine befürchten Mitgliederverluste

Von Karl-Ernst Hueske

WOLFENBÜTTEL. In Worms und Moers gibt es schon eine. Jetzt wollen die Grünen einen Vorschlag der DLRG aufgreifen und für eine Traglufthalle über dem 50-Meter-Becken im Freibad als Ersatz für das Hallenbad sorgen.

Stefan Brix, Ratsvertreter der Grünen und Mitglied im Aufsichtsrat der für das Stadtbad zuständigen Stadtbetriebe, räumte ein, dass man sich im Aufsichtsrat zu wenig Gedanken gemacht habe über die Konsequenzen der Hallenbadschließung.

Sowohl der geplante Stadtbadneubau als auch die vorgezogene Hallenbadschließung wegen zu hoher Investitionen in einen maroden Filter seien richtige Entscheidungen, verteidigte Brix den Beschluss des Aufsichtsrates (wir berichteten).

Aber die Konsequenzen für Schwimmsportvereine, für den Schulsport und für schwimminteressierte Bürger habe man zu wenig bedacht, räumte Brix ein: "Wenn das einzige Hallenbad im Kreis Wolfenbüttel für mindestens drei Winter schließt, ist weder Vereinsarbeit (WSV, MTV, LSV, DLRG) noch der laut Lehrplan obligatorische Schulsport, noch Freizeitschwimmen möglich. Daher muss es für die Bauphase eine Alternative geben."

Diese Alternative hat die örtliche DLRG ins Spiel gebracht. DLRG-Vorsitzender Andreas Werner, der durch die Badschließung mit Mitgliederrückgängen und steigenden Kosten für seinen Verein rechnet, kann sich eine Traglufthalle über dem 50-Meter-Becken des Freibades vorstellen. Auf diese Weise könnte auch im Winterhalbjahr der Badebetrieb trotz geschlossenen Hallenbades aufrechterhalten werden.

Werner hat diesen Vorschlag bereits Stadtbetriebe-Geschäftsführer Knut Foraita mitgeteilt. Foraita bat daraufhin den Badleiter Matthias Tramp um eine Überprüfung dieses Vorschlages. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub begann Tramp am gestrigen Freitag gleich mit den ersten Recherchen. Sein Zwischenfazit lautet: "Ich habe technische und wirtschaftliche Bedenken."

Die Grünen halten den Weg jedoch für gangbar, auch wenn er mit Schwierigkeiten verbunden ist, erklärte Ratsmitglied Margarete Schwanhold. Nun gelte es, den Vorschlag "schnell und mit Entschlossenheit zu prüfen".

Die Grünen regten zudem an, den Landkreis für die Traglufthalle und den Neubau ins Boot zu holen. Landrat Jörg Röhmann wollte sich dazu gestern nicht äußern. Sollte es mit einer Traglufthalle nicht klappen, so setzen die Grünen auf Hilfsangebote und finanzielle Unterstützung für die Schwimmsportvereine.

Samstag, 17.07.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12628842/menuid/2164
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