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14. Februar 2012
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Die Anforderungen werden größer

In der Region Wolfenbüttel sind noch 31 freie Lehrstellen gemeldet – Gute Kandidaten schwer zu finden

Von Kai-Uwe Ruf

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Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, sollte sich sputen. 31 freie Stellen sind für den Bereich Wolfenbüttel noch gemeldet, berichtet Stefan Freydank, Pressesprecher der Agentur für Arbeit.

73 Bewerber, die noch keine Stelle gefunden haben, sind laut Freydank in den Computern der Agentur für Wolfenbüttel registriert. Ob sie alle noch suchen, kann Freydank allerdings nicht sagen. Nicht alle, die eine Lehrstelle gefunden haben, melden sich bei der Agentur ab.

Ein wenig besser als im Vorjahr sieht es für die Bewerber aus. 12 Stellen mehr meldeten ausbildende Betriebe bei der Agentur. Insgesamt seien es 384 gewesen.

Den richtigen Kandidaten für einen Ausbildungsplatz zu finden, werde schwieriger, berichten die Obermeister der Handwerksinnungen. "Ich bin froh, wenn ich einen Bäcker finde", sagt beispielsweise Carsten Richter. Für den Beruf gebe es nur wenige Bewerbungen. Oftmals passe die schulische Vorbildung nicht. Das Image, dass Bäcker stets nachts arbeiteten, schrecke außerdem viele ab. Dabei sehe die Wirklichkeit anders aus. Bei ihm im Betrieb gebe es sogar eine Spätschicht, die um 6 Uhr morgens beginne.

Kritik übt der Bäckermeister an der Art, wie das Handwerk nach außen dargestellt werde. "Es wird nicht vermittelt, dass man auch über eine Lehre ein Führungsposition in einem Betrieb erreichen kann."

Auch bei Dachdecker-Obermeister Uwe Heuer meldeteten sich nach eigenen Aussagen nur wenige geeignete Bewerber für eine Ausbildung. Viele glaubten, wenn sie das Berufsgrundschuljahr absolviert hätten, reiche eine zweijährige Ausbildung. Die Lehrzeit betrage aber drei Jahre. "So lange benötigen die Leute, um zu lernen", sagt Heuer.

Beliebt und entsprechend stark nachgefragt ist die Ausbildung zum Kraftfahrzeug-Mechatroniker. Von den vielen Bewerbern seien aber nur wenige wirklich geeignet. "Die Anforderungen sind stark gestiegen", sagt Obermeister Andreas Gatzemeier.

Zu den beliebten Berufen gehören laut Freydank auch der Industrie- und der Bankkaufmann. Nur wenige Bewerber wüssten, dass es noch viele andere Büroberufe gebe, beispielsweise den Sport- und Fitness-Kaufmann. Wer eine Ausbildung suche, solle sich auch in solchen Nischenberufen umsehen.

Freitag, 30.07.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12696769/menuid/2164
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