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09. September 2010
2-Tage-Vorschau

Kinder stellen Kindern ihre Stadt vor

Buch mit Routen durch Wolfenbüttel entsteht in einer Ferienaktion und soll im nächsten Jahr erscheinen

Von Hans-Dietrich Sandhagen

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Mehr als 130 Seiten soll er haben, viele Informationen enthalten und auch zahlreiche Zeichnungen – der neue Wolfenbüttel-Stadtführer für Kinder. Erste Teile entstanden in den vergangenen zwei Wochen in einer Redaktion im Jugendzentrum.

Die Autoren des Buches, das im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll, sind zwischen 8 und 12 Jahre alt und nehmen an einer Ferienaktion der Stadtjugendpflege teil. Das Projekt Stadtführer von Kindern für Kinder wird vom Braunschweiger Historiker Christian Sielaff begleitet, 35 Jahre alt und an der Technischen Universität tätig.

Das zweite Projekt

"Ich mache das im Urlaub", verrät er. Erfahrungen für einen Kinderstadtführer bringt er aus Braunschweig mit. Das dort entstandene Buch soll bereits in die zweite Auflage gehen. Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz habe angefragt, ob er eine weitere solche Publikation begleiten wolle, so Sielaff.

So sei man in Wolfenbüttel an den Start gegangen. Die Stiftung fördere die Aktion an der Seite der Braunschweigischen Landessparkasse.

Im Mittelpunkt der Ferienaktion mit den 13 Kindern stand das gemeinsame Erkunden der Stadt. Ziele waren zum Beispiel der Stadtgraben, das Lessingtheater, das Schloss, die Herzog-August-Bibliothek, Kirchen und das Kindermuseum. Sielaff berichtete den jungen Autoren Daten und spannende Geschichten aus der Vergangenheit.

Die Kinder werteten das neue Wissen und ihre eigenen Kenntnisse dann für Texte und Zeichnungen aus, die in den Stadtführer kommen. Jeder habe nach Lust und Fähigkeiten für Texte oder Bilder sorgen können, so Sielaff.

Und so ist ein dicker Stapel an Manuskriptmaterial in zwei Wochen zusammengekommen. Doch das Buch ist noch nicht fertig. In den Herbstferien wird die Redaktion laut Sielaff wieder eröffnet.

Dann geht es unter anderem um ein Titelbild und zwei Figuren, die noch erfunden werden müssen. Die eine solle den Lesern kleine Rätsel aufgeben, die andere spezielle Begriffe kindgerecht erläutern.

Kindgerecht soll auch das Vorwort zur Stadtgeschichte von Sielaff werden. Dann folgen im Buch die Routenvorschläge durch die Stadt, die aus den Beiträgen der Kinder entstehen. Mit dabei sind Bewertungen, was warum besonders toll ist. Bewertet werden auch Spielplätze auf den Routen. Hinzu kommen sollen Adressen, Öffnungszeiten und Kontakte der Sehenswürdigkeiten.

Im Herbst weitermachen

Den Kindern macht die Arbeit am Buch Spaß. Wiebke zum Beispiel fand das Entdecken toll und Merle berichtet vom Evangeliar in der Bibliothek. Gemeinsam sind sie sicher: Sie wollen in den Herbstferien wieder mitmachen.

Samstag, 31.07.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12701528/menuid/2164
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