Die Sumpfbrachewiesen erhalten
Wo Schafe und Wasserbüffel seltenen Vögeln helfen Nabu und Landkreis engagieren sich
BARNSTORF. "Etwas derartiges haben wir im ganzen Landkreis nicht. Deshalb freuen wir uns, dass sich der Nabu so engagiert", sagt Carsten Schütte von der Unteren Naturschutzbehörde.
Er meint das Naturschutzgebiet Barnstorfer Salzwiesen und das Landschaftsschutzgebiet Teichwiese Barnstorf und Große Wiese Warle. Sie vernetzen sich zwischen den beiden Orten und zählen zu den sehr seltenen Sumpfbrachewiesen.
Die Schöppenstedter Gruppe vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) erhielt von ihrem Bundesverband kürzlich 3500 Euro aus einer Projektförderung. Dieses Geld stellte der Verein dem Landkreis zur Verfügung, der damit eine Teilfläche des genannten Gebietes kaufen konnte.
Nasses Zentrum
"Es hat ein nasses Zentrum, und ringsherum ist Grünland. Hier wollen wir teilweise seltene Vögel erhalten, die im Schilf und auf der Wiese brüten", so Schütte. Bereits vor einigen Jahren hatten die Nabu-Gruppen Schöppenstedt und Wolfenbüttel eine Fläche selbst gekauft.
Um den Bereich zu pflegen und ihn nicht gänzlich zuwachsen zu lassen was den Bodenbrütern nicht zugute kommen würde werden die Flächen beweidet. "Wir haben vor einiger Zeit 30 Moorschnucken angeschafft. Diese Schafrasse hält die Flächen kurz. Ein Landwirt hält hier sogar Wasserbüffel", erklärt Rolf Jürgens vom Nabu Schöppenstedt.
Die Büffel halten ebenfalls den Bewuchs niedrig und sorgen gleichzeitig für Mulden, die ebenfalls Vögel anziehen. Schon heute brüten hier seltene Arten wie die Wachtel, die Feldlerche, das Braun- und das Schwarzkehlchen und auch der Kiebitz. "Allein bei uns haben wir sechs Brutpaare in diesem Jahr", so Jürgens. "Das sind so viele, wie sonst noch im gesamten Landkreis", fügt Schütte hinzu.
Auch Rohrammer und Rohrweihe kommen vor. Weißstorch, Kranich und Goldregenpfeifer würden zumindest während der Zugzeit profitieren. "Das Gebiet ist ein Mosaik vieler Eigentümer, die natürlich unterschiedliche Interessen haben. Die gilt es, unter einen Hut zu bekommen", sagt Schütte.
Hoher Wasserstand
Bedingt durch die Schutzbestimmungen sei ein hoher Wasserstand hier vorgeschrieben, was aber für die Landwirtschaft nicht von Vorteil sei. "Es gab hier bereits ein sehr konstruktives Treffen mit den Landwirten." Der Dialog werde weitergeführt, so Schütte.













