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13. Februar 2012
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Biogasanlage soll Ende 2011 loslegen

Abbenroder Familienunternehmen investiert nach eigenen Angaben 3 Millionen Euro – 20 Jahre Laufzeit

Von Christine Pelz

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Im Wohld, Gemarkung Abbenrode, unmittelbar neben der Autobahnabfahrt Scheppau will das Cremlinger Familienunternehmen Ebert-Consulting eine Biogasanlage bauen.

Ende 2011 soll sie nach Angaben von Geschäftsführer Tim Ebert, seines Zeichens Rechtsanwalt und Projektentwickler, in Betrieb gehen. Mitte nächsten Jahres wäre dann Baubeginn für die 600-Kilowatt-Anlage. Etwa 15 Landwirte aus der Gemeinde Cremlingen und dem Landkreis Helmstedt haben laut Ebert bereits Interesse bekundet, das benötigte Substrat für die Energiegewinnung – in diesem Fall Mais (70 Prozent) und Gülle (30 Prozent) – anzuliefern. "Wirtschaftlich", erklärt Ebert, "ist dies nur in einem Umkreis von 20 Kilometern, ansonsten sind die Anfahrtswege zu lang."

Drei Millionen Euro will das Unternehmen in das Projekt stecken. Seit 2005 hat es mit bislang vier Anlagen im Landkreis Helmstedt Erfahrungen gesammelt.

Für die Landwirte habe eine Zusammenarbeit vor allem den Vorteil, durch langfristige Verträge konstante Preise zu sichern. "Zudem ist eine solche Anlage erneuerbarer Energien eine Wertschöpfung vor Ort, denn der Mikrowirtschaftskreislauf in den Ortschaften wird angekurbelt", erklärt Ebert. Für die Gemeinde Cremlingen gehe er bei einer Laufzeit von 20 Jahren von 0,5 Millionen Euro Gewerbesteuer aus.

Doch was ist mit Landschaftsbild, Geruchs- und Lärmbelästigung? "Kein Problem", glaubt der Fachmann. Die Anlage werde auf einer Fläche von etwa 1,5 Hektar optisch aufgrund eines aufgeschütteten, begrünten Erdwalls kaum wahrnehmbar sein. Die nächsten Anwohner seien zwischen 550 Meter (Siedlung Wohld) und 4 Kilometer (Abbenrode) entfernt. Für die Gülle-Anlieferung rechnet Ebert mit rund 170 Fahrten jährlich über das gesamte Jahr verteilt.

Bei der Maisanlieferung begrenze sich die Anzahl auf 30 Fahrten in zwei Wochen während der Erntezeit. Auch Bedenken bezüglich der Geruchsbelästigung wischt Ebert vom Tisch: "Die Substrate werden in geschlossenen Behältern vergoren. Die Gülle beispielsweise wird in ein Silo gepumpt, um dann im Blockheizkraftwerk für die Stromerzeugung verbrannt zu werden."

Der 31-Jährige erwartet, dass in Abbenrode jährlich 4,8 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Eine Menge, die nach seinen Angaben für etwa 1000 Vier-Familien-Haushalte reichen würde. Eingespeist werden soll die Energie in das Netz von Eon-Avacon.

Dem Landkreis jedoch liegt nach Angaben von Sprecherin Beate Klein noch kein Bauantrag vor.

Fakten

Anzahl: Im Landkreis gibt es derzeit 6 Biogasanlagen, eine weitere befindet sich im Bau.
Prinzip: In einer Biogasanlage wird das eingesetzte Substrat anaerob, also ohne Sauerstoff, mikrobiell abgebaut.

Donnerstag, 02.09.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12864682/menuid/2164
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