Atom-Kompromiss hat für Wolfenbütteler Stadtwerke keine Folgen
Die von der Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke hat für die Wolfenbütteler Stadtwerke keine Auswirkungen. Das sagte Geschäftsführer Frank Lübben auf Anfrage unserer Zeitung.
Investitionen rechnen sich nicht mehr
"Für unsere Kunden ändert sich deswegen nichts – auch nicht bei den Preisen", sagt Lübben. Die Wolfenbütteler Stadtwerke seien relativ klein und habe nicht in andere Technologien investiert.
Lübben: "Wenn länger billiger Atomstrom fließt, wird es für jene Stadtwerke problematisch, die etwa in Kraft-Wärme-Koppelung oder erneuerbare Energien investiert haben." Als Beispiel nennt er die Braunschweiger Stadtwerke. Deren Vorstandschef Francis Kleitz hatte Sorge um die Auslastung der neuen Gas- und Dampfturbinen-Anlage geäußert.
Energiewende durch längere Laufzeit gebremst
Dennoch sieht Lübben den Atomkompromiss kritisch und schließt sich der Stellungnahme des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) an. Dem VKU gehören rund 800 Stadtwerke an – darunter die Wolfenbütteler. VKU-Präsident Stephan Weil hatte bemängelt, dass durch die Laufzeitverlängerung die Energiewende in Deutschland gebremst werde.













