Ein digitales Quelleninventar
Staatsarchiv: Schneller Zugriff auf Landes-, Regional- und Heimatgeschichte
WOLFENBÜTTEL. Wer waren die Familien von Bartensleben und von der Schulenburg? Was wissen wir über ihren Stammsitz, das Schloss Wolfsburg? Das sind nur zwei Fragen. Die Antworten finden sich in den Quellen, zum Beispiel in Urkunden und historischen Akten. 4000 dieser Quellen sind im Niedersächsischen Staatsarchiv künftig auf einer Datenbank-CD-ROM zugänglich.
Das Niedersächsische Institut für Historische Regionalforschung in Hannover hat die digitale Datenbank entwickelt. Die Arbeitsgruppen Geschichte und Heimatpfleger der Braunschweigischen Landschaft haben ihren Mitgliedern die Gelegenheit geboten, sich die Datenbank schon einmal anzusehen, um ihre inhaltlichen und technischen Möglichkeiten kennen zu lernen und mit den Autoren zu diskutieren. Dazu gehören die Kreisheimatpfleger und die Vertreter der in Archiven und Museen der Region arbeitenden Wissenschaftler.
Die Erforschung der Geschichte der beiden Adelsfamilien und ihres Stammsitzes wird durch erhebliche Verluste im Bestand des Archivs der Familie von der Schulenburg im Jahr 1945 erschwert. Historische Unterlagen müssen daher aus vielen Archiven zusammengetragen werden, um die entstandenen Lücken schließen zu können. Die Suche danach zu erleichtern und zugleich zur Beschäftigung mit dem Raum Wolfsburg anzuregen, war das Ziel des Projektes.
Die Volkswagen-Stiftung hat es finanziert, wissenschaftlich geleitet wurde es von Dr. Klaus-Jörg Siegfried und Professor Dr. Carl-Hans Hauptmeyer vom Niedersächsischen Institut für Historische Regionalforschung und dem Historischen Seminar der Universität Hannover. Das Basis-Konzept erarbeitete Dr. Martin Fimpel vom Staatsarchiv Wolfenbüttel. Ein Drittel aller auf der CD-ROM verzeichneten Quellen stammt aus dem hiesigen Staatsarchiv. Mitarbeiter des Historischen Seminars der Universität Hannover und des Institutes für Historische Regionalforschung in Hannover haben das Konzept weiter geführt und technisch aufbereitet. Der Vorteil besteht darin, dass der Nutzer nicht in handgeschriebenen Findbüchern nach den Quellen suchen muss, sondern einen schnellen Zugang zu den Daten hat. "Die Wissenschaft kommt zu den Forschern an den Schreibtisch, nicht umgekehrt", so Dr. Dietrich.













