Eine Quelle für Ideensammler
51 Stände bieten beim Martinimarkt in Hornburg viel Kunsthandwerk und Floristik
HORNBURG. Der Martinimarkt in Hornburg hat jedes Jahr eine Besonderheit parat. War im vergangenen Jahr noch ein Rabe der "Star", so präsentierte am Sonntag das Organisationsteam der Reservistenkameradschaft Hornburg-Schladen in Kooperation mit dem Stadtmarketing Hornburg einen weiteren Überraschungsstand: Vogelhäuschen aus Holz, versehen mit einem Schieferdach.
"Wir sind gelernte Dachdecker, und ein Bekannter ärgerte sich über das rasche Verwittern der üblichen Vogelhäuschen. So entstand die Idee, eine Alternative zu produzieren", sagten Mirco Mittag und Carsten Steinmeier von der Firma Mittich & Steini aus Vienenburg. Dass die Idee ankam, bestätigte Besucherin Antje Carstensen aus Hemkenrode. "Das ist ja irre, alles ist aus Naturstoffen gestaltet, sogar mit Dachrinnen und Fallrohr. Man erkennt die mühevolle Kleinarbeit."
Auch der Hornburger Manfred Lerche war vom umfangreichen Angebot an Kunsthandwerk, Floristik und Weihnachtlichem angetan. "Der Markt ist immer wieder schön. Die Vielfalt ist enorm, und man kann viele Ideen sammeln", stellte er fest.
Zum Bedauern der Besucher fehlten in diesem Jahr lebende Tiere. "Aufgrund der bundesweiten Stallhaltungspflicht mussten wir auf die Martinsgänse verzichten", erklärte Organisator und Oberfeldwebel der Reserve, Karl-Heinz Geske. Auch das Vorhaben, eine Reiterin auf einem Schimmel zum Gedenken an den Heiligen St. Martin über den Markt reiten zu lassen, um die Mädchen und Jungen mit Zimtbrötchen zu überraschen, fiel ins Wasser. "Das Pferd ist erkrankt", bedauerte Geske. Dafür spielten die Drehorgelfreunde aus Braunschweig, begeisterten ein Zauberer und die Bimmelbahn die Kinder. Bei Einbruch der Dunkelheit sollte ein Lampionumzug und eine kostenlose Stadtführung mit dem Nachtwächter folgen. Der Erlös der Veranstaltung soll überwiegend dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge zugute kommen.













