Neue Spitze für Wolfenbüttels Gigantin
Elisabeth Christine erhält auch ein neues Untergestell
WOLFENBÜTTEL. Nach 15 Jahren sollte auch eine Herzogin Anspruch auf neue Kleider haben. Deutschlands einzige Gigantin, Elisabeth Christine aus Wolfenbüttel, muss in diesem Jahr dringend renoviert werden, ehe sie Ende April nach Frankreich reist.
Im alten Eingangsbereich der Landkreisverwaltung an der Bahnhofstraße hat die Gigantin ihr Domizil. Dort fühlt sich die Gigantin zwar wohl, aber das einstrahlende Sonnenlicht hat ihrem Kleid ebenso geschadet wie die zahlreichen Auslandseinsätze in den vergangenen Jahren.
Die Spitze ist brüchig, die Haut weist an einigen Stellen Abschürfungen auf, das Haar müsste neu geordnet und das Holzuntergestell muss erneuert werden, nennt Olaf Mattern vom Wolfenbütteler Gigantenteam nur einige Schäden, die in den nächsten Wochen beseitigt werden müssen.
Die Berufsbildenden Schulen in Braunschweig haben sich schon bereit erklärt, das Holzuntergestell zu erneuern. Das alte Gestell hat aufgrund des häufigen Absetzens der 3,80 Meter hohen und 50 Kilogramm schweren Figur gelitten.
Unterstützung vom Wolfenbütteler Museum im Schloss erhält das Gigantenteam aus der Abteilung Restauration. Heike Billerbeck will der ehemaligen Herzogin von Wolfenbüttel-Braunschweig-Lüneburg und späteren Königin der Katalanen einen neuen Teint verpassen und auch ihre Haare in Ordnung bringen. Fehlt nur die Aufbereitung des Kleides, für das auch bereits erste Kontakte mit einem heimischen Unternehmen aufgenommen wurde.
Die Herrichtung von Deutschlands einziger Gigantin muss allerdings relativ schnell erfolgen, denn bereits Ende April wird Elisabeth Christine in Begleitung ihrer kleineren Partnerfigur, ihrer Tochter Maria Theresia, auf dem Gigantentreffen im französischen Steenvorde die Farben Wolfenbüttels vertreten. Und auch zum großen Stadtfest im September in Barcelona, wo die Gigantin 1991 gebaut wurde, liegt dem Gigantenteam aus Wolfenbüttel bereits eine Einladung vor.













