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11. Februar 2012
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Renovierte Gigantin geht auf Reisen

Teilnahme am Treffen in Steenvorde/Frankreich – Neues Tragegestell vom Berufsbildungszentrum

Von Karl-Ernst Hueske

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WOLFENBÜTTEL. Sie ist das Abbild einer Wolfenbütteler Prinzessin, die später zur Königin von Katalonien wurde: Elisabeth Christine wird in Barcelona heute noch immer sehr verehrt. In Wolfenbüttel erinnert Deutschlands einzige Gigantin an diese bedeutende Persönlichkeit.

Die 3,80 Meter hohe und 55 Kilogramm schwere Figur reist am heutigen Samstag in das französische Städtchen Steenvorde bei Lille, um dort am Sonntag Deutschland beim internationalen Gigantentreffen zu vertreten. Mehr als 100 Giganten aus ganz Europa werden zu diesem Treffen erwartet. Begleitet wird die Gigantin von ihren Trägern Olaf Mattern, Mark Beese, Frank Wöstmann, Rene Renner und dem Autor dieser zeilen.

Seit 15 Jahren nimmt Elisabeth Christine an Gigantentreffen in ganz Europa teil. Die Tradition des Gigantentragens und -herstellens kommt aus Katalonien und ist auch in Frankreich und Belgien weit verbreitet. Es werden jeweils bekannte Personen oder symbolische Figuren aus den beteiligten Städten dargestellt.

Ehe Elisabeth Christine in diesem Jahr erstmals auf Reisen gehen konnte, musste sie gründlich erneuert werden. Das Berufsbildungszentrum Braunschweig fertigte aus Mahagoni ein neues Tragegestell an. Federführend wurden diese Arbeiten von Juri Schlegel und seinen Kollegen aus dem zweiten Ausbildungsjahrgang in Abstimmung mit Tischlermeister Detlef Ristow erledigt.

Außerdem wurde das Kleid gereinigt, und die Gigantin erhielt einen neuen Blumenstrauß sowie neue Ohrringe zum "15. Geburtstag". 1991 wurde sie auf Initiative der Wolfenbütteler Pau-Casals-Freunde in Barcelona gebaut und getauft, – genau 300 Jahre nach ihrer Geburt in Braunschweig, wo sie gestern auch ihren ersten Auftritt nach der Renovierung auf dem Burgplatz hatte.

Seit 1998 wird Elisabeth Christine bei ihren Auftritten von der kleinen Gigantin Maria Theresia, ein Abbild ihrer Tochter, begleitet. Maria Theresia wird bei den Umzügen von Matilde Romagosa de Pruss getragen. Die gebürtige Katalanin hat nicht nur für die Gründung der Freunde Pau Casals in Wolfenbüttel gesorgt, sondern sie hat der Lessingstadt auch Deutschland erste und bisher einzige Gigantin beschert.

Wenn Elisabeth Christine nicht auf Reisen ist, so steht sie im alten Haupteingang der Landkreisverwaltung und betrachtet von dort das Geschehen in ihrer Stadt.

Samstag, 29.04.2006
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/5352505/menuid/2164
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