Gigantin nach Quebec eingeladen
Beim Treffen vor 50 000 Zuschauern in Steenvoorde für Wolfenbüttel geworben
STEENVOORDE . Es war wie auf einem Familientreffen. Im französischen Steenvoorde nahe Lille trafen sich am Wochenende 60 Gruppen mit 102 Giganten, darunter auch das Wolfenbütteler Team mit der renovierten Elisabeth Christine, zum 4. europäischen Gigantentreffen.
Das Wort "europäisch" wurde großzügig ausgelegt, denn auch Gruppen aus Burkina Faso (Afrika), Brasilien und Quebec (Kanada) nahmen an dem Umzug durch das kleine französische Städtchen mit seinen 4000 Einwohnern teil.
Die Straßen säumten beim fünfstündigen Umzug mit abschließenden Tanz aller 102 Giganten auf dem Grand Place nicht nur alle Stadtbewohner, sondern 50 000 Besucher aus der Region Nord-Pas de Calais.
Großes Glück hatten die Veranstalter, aber auch die Wolfenbütteler Gruppe, mit dem Wetter. 40 Minuten vor Beginn des Umzuges der bis zu 12 Meter hohen Figuren setzte ein kurzer, aber heftiger Regenschauer ein. Elisabeth Christine wurde schnell in den Anhänger zurückgeschoben. Den Rest des Tages schien die Sonne, so dass der Umzug zu einem großen Erfolg für die französische Kleinstadt mit der großen Gigantentradition und einem eigenen Gigantenverein mit vier großen Figuren wurde.
Das Wolfenbütteler Gigantenteam hatte mit Position 33 im Zug einen hervorragenden Platz erhalten. Direkt hinter Elisabeth Christine wurde die französische Nationalheilige, Marianne, getragen, die beim Publikum besonders beliebt war. Aber auch Elisabeth Christine erntete immer wieder lobende Äußerungen aus dem Publikum. Das Gigantenteam nutzte den Umzug dafür, Werbung für Wolfenbüttel zu betreiben. Von der Stadtmarketinggesellschaft bereitgestellte Werbeprospekte in französischer Sprache wurden an die Passanten verteilt.
Das "Familientreffen" endete mit einem Brillantfeuerwerk. Bei den Feiern am Rande der Veranstaltung wurden auch neue Kontakte geknüpft. So erhielt das Wolfenbütteler Team Einladungen zu Treffen in Barcelona und Quebec.













