Elisabeths Flirt in Frankfurt
Wolfenbütteler Gigantin weilt in Bankenmetropole
WOLFENBÜTTEL/FRANKFURT. In einer Stadt, die die größte Anzahl von Hochhäusern in Deutschland hat, fallen bis zu 4 Meter hohe Gigantenfiguren kaum auf. Etwas leichter hatten es da schon die artistischen Turmbauer, die auf dem Börsenplatz in Frankfurt sehenswerte Menschentürme errichteten.
Giganten, also große, tragbare Figuren, die Personen aus der Geschichte und aus Legenden darstellen, gehören ebenso wie die Turmbauer zur katalanischen Kultur. Katalonien präsentierte sich am vergangenen Wochenende in der Banken- und Messestadt Frankfurt quasi als Vorgeschmack auf die diesjährige Frankfurter Buchmesse mit dem Schwerpunkt Katalonien. Organisiert hatte die Veranstaltung, zu der auch der katalanische Parlamentspräsident Ernest Benach gekommen war, der katalanische Verein Frankfurt und Adifolk, das seit 20 Jahren bestehende katalanische Amt für Folkloreförderung.
Zu den 25 katalanischen Tanz-, Musik- und Gigantengruppen, die aus Barcelona und Umgebung nach Frankfurt gereist waren, gehörte auch das Gigantenteam aus Wolfenbüttel, das sich an dem Umzug durch die Innenstadt mit der einzigen deutschen Gigantin Elisabeth Christine und der Mini-Gigantin Maria Theresia beteiligte.
Während des Umzuges und der anschließenden Präsentation auf dem Börsenplatz tanzte und "flirtete" Elisabeth Christine mit dem katalanischen Freiheitskämpfer Carrasclet. Auch im wahren Leben sollen sich die beiden einst begegnet und durchaus nahe gekommen sein, wusste Matilde Romagosa de Pruss. Sie hatte vor über 10 Jahren gemeinsam mit dem Wolfenbütteler Freundeskreis Pau Casals die ehemalige Wolfenbütteler Prinzessin und spätere Königin von Spanien, Elisabeth Christine, in Barcelona als Gigantin nachbauen lassen.
Nach dem Auftritt in Frankfurt ist die Gigantin demnächst in Hannover (31. August) und Wolfenbüttel im Rahmen der Kulturnacht am 22. September zu sehen.













