BZV
newsclick
Suchen
13. Februar 2012
2-Tage-Vorschau

Hufeisen und Scherben gefunden

Auf der Kaiserpfalz Werla beginnen die Untersuchungen der Vorburgen – Grubenhäuser vermutet

Von Stephanie Peißker

zoom
Großansicht Großansicht

SCHLADEN. Die Vorburgen der Kaiserpfalz Werla sind in das Blickfeld des Grabungsteams um den Archäologen Markus Blaich gerückt. Die Mitarbeiter suchen den Bereich der Vorburgen systematisch ab.

Seit Mitte Oktober sind die Grabungen auf der Kaiserpfalz Werla beendet. Freigelegt wurden inzwischen die Reste des Westtores, das so genannte Wachhaus, der Bau mit dem rosafarbenen Estrich und die Kapelle.

Südlich der Kapelle ist eine weitere Grabung begonnen worden. Dort befinden sich ein Keller und eine Zisterne. Beide stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. "Unsere Frage ist, wie wir den Keller und die Zisterne, die schon einmal ergraben waren, den Besuchern darstellen können", sagt Blaich. Wegen des Regenwetters sei diese Grabung aber wieder abgebrochen worden.

Im Sommer untersuchte Winfried Rösler von der Universität Mainz die Vorburgen der Kaiserpfalz Werla geomagnetisch. Die Messbilder liegen dem Archäologen inzwischen vor. "Der Befestigungsgraben der Vorburgen ist ebenso gut zu sehen wie ein alter Weg von der Vorburg zur Hauptburg. Viele Strukturen auf den Messbildern deuten auf Grubenhäuser, Werkstätten und Werkplätze."

In der Geophysik sei nur zu sehen, dass da etwas ist, nicht aber was da sei. "Was archäologisch dahintersteckt, muss entweder ergraben oder durch eine Begehung abgesammelt werden", so Blaich. Das Grabungsteam unternimmt gerade diese Begehungen.

Gefunden wurden bislang unter anderem zwei wahrscheinlich mittelalterliche Hufeisen. "Ich kann sie noch nicht genau datieren, weil sie erst noch gesäubert werden müssen", verdeutlicht Blaich. Außerdem seien einige Scherben gefunden worden, die in die Zeit vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit datiert werden können.

Außerdem seien Reste von Wandverputz und Mörtel entdeckt worden. Mit Hilfe des Auflesens der Funde seien Bereiche mit hohen beziehungsweise Bereiche mit geringen Konzentrationen von Fundstücken nachgewiesen worden. "Wir können also die Fundorte mit den Messbildern vergleichen. Somit werden die Messbilder entweder bestätigt oder ergänzt", meint Blaich.

Diese Tätigkeit geht weit über die Grabung hinaus, so der Archäologe. Trotz der Kälte sei das Grabungsteam weiter hoch motiviert.

Mittwoch, 28.11.2007
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/7627907/menuid/2164
epaper

Die elektronische Ausgabe Ihrer Zeitung - Jetzt abonnieren!

[ zum e-paper ]

Videos der Region

VfL-Spielerin startet beim "Nacktrodeln"

zum Artikel ]

Jedes dritte Auto auf deutschen Straßen kommt von VW

zum Artikel ]

80.000 Liter Wasser flossen in Hochhauskeller

zum Artikel ]

Kleine Leute sangen bunte Lieder

zum Artikel ]

Zwischen Bio-Ei und bunten Ratten

zum Artikel ]

Kälte sicherte Bromer Kiepenkerl den Sieg

zum Artikel ]

Jäger zogen positive Bilanz

zum Artikel ]

Doppel-Torschütze Jirácek in Danndorf

zum Artikel ]

Mit verbundenen Augen zeichnen und "blind" singen

zum Artikel ]

Wendezelle hat bald auch eine Kleinkunstbühne

zum Artikel ]

350 Freunde des Humors feierten mit dem ECV

zum Artikel ]

Die Stadt feiert mehr als ihren 70. Geburtstag

zum Artikel ]

Winterspaß auf dem Allersee und dem Schillerteich

zum Artikel ]

21-Jähriger wird bei Diebszug ertappt – Komplize flüchtet

zum Artikel ]