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13. Februar 2012
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Keine Optionen verglichen, Lauge mit Cäsium belastet

Landkreis informiert am 24. Juni über Asse II

Von Karl-Ernst Hueske

WOLFENBÜTTEL/REMLINGEN. Die Mitglieder des Kreisumweltausschusses zeigten sich in der jüngsten Sitzung gleich mehrfach leicht irritiert, als der Tagesordnungspunkt "Schließung der Schachtanlage Asse II" aufgerufen wurde.

So berichtete Ausschussmitglied Heike Wiegel (SPD), die auch Mitglied im Asse-II-Begleitgremium ist, dass der so genannte Herleitungsbericht methodische Mängel aufweise und auch aus wissenschaftlicher Sicht ergänzungsbedürftig sei. Im Herleitungsbericht begründet das Helmholtz-Zentrum München als Betreiber des Atommüllendlagers Asse II, warum sie den beantragten Schließungsweg ausgewählt hat. "In dem Bericht sind keine Optionen verglichen worden", lautet die Kritik von Heike Wiegel.

Probleme hat auch das vom Asse-Begleitgremium beauftragte Gremium, dass zu mögliche Optionen zur Schließung Stellung beziehen soll. Wie Baudezernent Claus-Jürgen Schillmann berichtete, sei die Versorgung der beauftragten Wissenschaftler mit den nötigen Unterlagen nur sehr schleppend erfolgt. Mit dem Abschlussbericht könne frühestens in der zweiten Jahreshälfte gerechnet werden. Ursprünglich sollte der Bericht bereits Mitte 2008 vorgelegt werden.

Einen Zwischenbericht wird die Arbeitsgruppe allerdings schon am 24. Juni geben, wenn in der Schöppenstedter Eulenspiegelhalle (Beginn 18 Uhr) der nächste vom Landkreis initiierte Informationsabend zur Schließung des Bergwerks stattfinden wird. Dort wird Bergwerksleiter Günther Kappei auch den bereits erwähnten Herleitungsbericht vorstellen. Weitere Themen werden sein:

Bericht über die Arbeit der Asse-II-Begleitgruppe sowie

Vorstellung von Methoden der Langzeitsicherheitsanalyse.

Außerdem ist eine Podiumsdiskussion geplant, bei der sicherlich auch die neueste Entwicklung im Bereich der Asse Thema sein wird (siehe dazu ausführlichen Bericht auf der Seite Braunschweiger Land).

In unmittelbarer Nähe der Atommüllfässer in Kammer 12 auf der 750-Meter-Sohle sind Laugenzutritten aufgetreten, in denen Cäsium 137 festgestellt wurde. Diese Belastung der Lauge können sich die Wissenschaftler derzeit noch nicht erklären. Dass die Belastung der Lauge vom radioaktiven Müll stamme, könne man zumindest nicht ausschließen, sagt Helmholtz-Sprecher Hans-Jörg Haury.

Mittwoch, 11.06.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/8595973/menuid/2164
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