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12. Februar 2012
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Museumsstreit erreicht Wolfenbüttel

Debatte über die Zukunft der Abteilung Ur- und Frühgeschichte entbrannt – Bürgermeister ist optimistisch

Von Stephan Hespos

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WOLFENBÜTTEL. Der Museumsstreit geht weiter: Nun wird über die Zukunft der Abteilung Ur- und Frühgeschichte diskutiert. Bürgermeister Thomas Pink ist bei der Standortfrage optimistisch, das Ministerium hält sich bedeckt.

Entfacht hat den Konflikt Kulturminister Lutz Stratmann. Wie berichtet beabsichtigt er, das Braunschweigische Landesmuseum in Gänze einem neuen Institut in Hannover zu unterstellen. Nach der Umstrukturierung sollen die Archäologie und das Mittelalter die Schwerpunkte ausmachen. Bei seinem Besuch in Braunschweig hatte Stratmann erklärt: "Damit stärken wir die Stärken des Museums."

Die Crux dabei: Die archäologische Abteilung des Landesmuseums hat ihren Sitz in der ehemaligen herzoglichen Kanzlei in Wolfenbüttel. Ist nun also geplant, sie nach Braunschweig zu verlegen, um sie einer womöglich größeren Besucherzahl präsentieren zu können?

Eine Antwort auf diese Frage kann Oberkustos Wolf-Dieter Steinmetz derzeit nicht geben: Er befindet sich im Urlaub. Sein Vorgesetzter, Museumsdirektor Professor Gerd Biegel, ließ auf Anfrage unserer Zeitung über sein Vorzimmer mitteilen, dass er sich zu den Plänen Stratmanns nicht äußern werde.

Anders Bürgermeister Pink, er sagt: "Uns liegen Aussagen des Ministers vor, dass der Standort Wolfenbüttel nicht zur Disposition steht." Pink beruhigt: "Wir haben sein Wort, dass die gesamte Diskussion keine Auswirkungen auf den inhaltlichen Fortbestand in Wolfenbüttel haben wird. Auf dieses Wort vertrauen wir – ohne wenn und aber."

Vorsichtiger äußert sich unterdessen das Ministerium. Auf Anfrage erklärt Pressesprecherin Jenny Sturm, dass über die künftigen Strukturen "noch gesprochen werden muss". Zunächst solle das neue Institut in Hannover einen Leiter bekommen. Die Sprecherin: "Erst danach stehen Entscheidungen an." Eine Zusage des Ministers für den Erhalt des Standorts Wolfenbüttel konnte sie gestern nicht bestätigen.

In den Räumen an der Kanzleistraße 3 wird auf rund 1000 Quadratmetern die Ur- und Frühgeschichte des Braunschweiger Landes dargestellt. Die Wurzeln reichen zurück bis vor 500 000 Jahren. Die Dauerausstellung informiert bis zur Zeit der fränkischen Eroberung des sächsischen Stammesgebietes und damit dem Beginn des Mittelalters im achten Jahrhundert.

Pink sagt: "Jede Verlagerung, Schließung oder auch Verkleinerung des Museums würde sich negativ auswirken und den Kulturstandort Wolfenbüttel beschädigen."

lokalseite 2

Mittwoch, 16.07.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/8782314/menuid/2164
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