Trinkwasser wird monatlich untersucht
Gemeinde Kissenbrück ist nicht an öffentliches Netz angeschlossen, sondern wird über Brunnen versorgt
KISSENBRÜCK. Ist unser Trinkwasser noch sicher? Diese Frage stellen sich angesichts der anhaltenden Sicherheitsdiskussionen um die Schachtanlage Asse II viele Kissenbrücker.
Ab sofort wird das Trinkwasser in der Gemeinde Kissenbrück monatlich untersucht, um Gefährdungen auszuschließen. "Dazu muss man wissen, dass die Gemeinde Kissenbrück nicht an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen ist, sondern über zwei eigene Brunnen versorgt wird", erklärte Bürgermeister Rainer Hasselmann.
Diese Brunnen liegen in Richtung der Schachtanlage. Ihr Wasser stammt aus Gesteinen der Oberkreide, die im Norden bis an die Asse heran reichen.
"Die chemische und biologische Qualität des Trinkwasser untersuchen wir laufend", erläuterte Alexander Montebaur, Sprecher der Geschäftsleitung der LandE-Stadtwerke Wolfsburg (LSW), die für die Wasserversorgung in Kissenbrück zuständig ist. Eine Untersuchung auf Radionukleide habe jedoch bislang nur einmal jährlich stattgefunden.
Das solle sich nun ändern, so Hasselmann. "Das BfS war sofort bereit mitzumachen." Monatlich werde nun eine Probe entnommen und vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) untersucht. Die Ergebnisse sollen zeitnah auf der Internetseite des BfS veröffentlicht werden, so Christiane Wittwer, Fachbereichsleiterin Strahlenschutz in der Entsorgung beim BfS. "Bei potenziellen Gefährdungen reden wir von Tritium."
Tritium sei bereits in Salzlösungen der Schachtanlage nachgewiesen worden. Ein Eintrag dieses Stoffes in das Trinkwasser gebe es derzeit faktisch nicht, schloss sie eine Gefährdungslage aus.
Vorsorge werde, so Samtgemeindebürgermeisterin Regina Bollmeier, durch die so genannte Umgebungsüberwachung der Schachtanlage getroffen. Auch in Kissenbrück gebe es demnächst eine Messstation. "Wir müssen zudem die Infrastruktur schaffen, um für einen Notfall gerüstet zu sein und die Trinkwasserversorgung im Ernstfall sicher stellen zu können." Hierfür müsse es möglichst bald konkrete Pläne geben, um Kissenbrück an bestehende Wasserleitungen anzuschließen. Die LSW habe, so Montebaur, solche Pläne bereits in der Schublade.













