BZV
newsclick
    Suchen
18. März 2010
2-Tage-Vorschau

Der Mac, der aus Fallersleben kommt

Computerschmiede verkauft PC mit Apple-Betriebssystem – Zusammenarbeit mit Wolfsburg AG geplant

Von Hendrik Rasehorn

zoom
Großansicht Großansicht

FALLERSLEBEN. Zwei Männer und eine Frau aus Fallersleben legen sich mit Steve Jobs an. Sie vertreiben einen PC, auf dem sie das Apple-Betriebssystem installiert haben. Apple verbietet dies. Das Trio sieht sich im Recht und hat bislang damit Erfolg.

Der Stahlhülle vom PearC ist poliert, ansonsten ist der Computer schmucklos-funktionell so wie jeder PC und hat überhaupt nichts gemein mit den Designstücken aus der Apple-Fabrikation. Entscheidend ist das Innere des Fallersleben-Rechners: Darin arbeitet Mac OS X, das Apple-Betriebssystem. "Das ist um Längen besser als etwa Windows, es ist viel benutzerfreundlicher und nicht so anfällig für Viren", erklärt Markus Kelsch.

Der Mac-Computer ist so was wie der Porsche unter den Rechnern: als Zweisitzer auf der Autobahn unschlagbar, aber durch den begrenzten Stauraum als Familienkutsche ungeeignet. Ähnlich verhält es sich bei den Macs: Sie sind auf professionelle Anwender wie Grafiker oder Architekten zugeschnitten. Wer nun aber etwa eine zusätzlichen Grafikkarte einbauen möchte – beim PC eine unkomplizierte Angelegenheit –, steht bei den Macs auf Grund der Rechnerarchitektur vor Problemen. Kelsch, Dirk Blößl sowie Ines Leupold kamen auf die Idee, die Vorzüge von Mac OS X und PC-Hardware zu vereinen. "Wir haben ausdrücklich keinen Mac-Klon gebaut. Der PearC ist kein Designstück, sondern ein PC, der stabil mit OS X läuft und erweiterbar ist", sagt Blößl.

Laut Apple-Geschäftsbedingungen darf OS X nur auf Mac-Computern laufen. "Diese Bestimmung ist nach deutschem Recht unwirksam", entgegnet Blößl. Aus dem Apple-Hauptquartier habe es noch keine Reaktion gegeben, so Blößl. Er mag nicht ausschließen, dass der Konzern klagt. Zudem gebe es herbe Kritik aus der Apple-Fanszene, man würde ihnen sogar nachstellen, weshalb es das Trio laut eigener Aussage noch vermeide, auf Fotos abgelichtet zu werden.

Der "PearC" werde hingegen gut angenommen. Knapp 1000 Rechner seien europaweit verkauft worden. Weil die Büroräume in Fallersleben aus allen Nähten platzen würden, steht ein Umzug an. Hierzu gab es Gespräche mit der Wolfsburg AG, verrät Blößl. "Unser Ziel ist es, 2010 Notebooks mit Mac OS X auf den Markt zu bringen".

Dienstag, 26.05.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10390734/menuid/2165
epaper

Die elektronische Ausgabe Ihrer Zeitung - Jetzt ab 2,10 Euro im Monat abonnieren!

[ zum e-paper ]

Videos

Die Jugend redet und gestaltet mit

zum Artikel ]

Gegen 10 300 Konkurrenten durchgesetzt

zum Artikel ]

Feuerwehr muss 250 Kilo toten Fisch aus dem Teich im Bürgerpark holen

zum Artikel ]

Diebesgut aus eiskalter Oker gefischt

zum Artikel ]

Jugendliche streiten über Babyklappen

zum Artikel ]

Brückenarbeiten: K 114 wird ab April einspurig

zum Artikel ]

Junge Täter nach Raubüberfällen ermittelt

zum Artikel ]

Überwältigt von der Hilfsbereitschaft

zum Artikel ]

Versuchter Mord – Staatsanwalt Förtsch: Das klingt wie ein Roadmovie

zum Artikel ]

Kita-Sprachförderung soll Migranten helfen

zum Artikel ]

Freiwillige sammeln fast neun Tonnen Müll

zum Artikel ]

Versuchter Mord nach Streit in Disko

zum Artikel ]

Neues Gräberfeld soll erforscht werden

zum Artikel ]

Wolfenbüttel erhält Fahrradstraßen

zum Artikel ]