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13. März 2010
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"Wer am Ertrinken ist, der schlägt um sich"

Möbelhaus-Besitzerin macht der Stadt schwere Vorwürfe und lobt Jürgen Rieger

Von Hendrik Rasehorn

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WOLFSBURG.  Bislang schwieg Rosemarie Alsdorff, Besitzerin des Möbelhauses, zum Thema KdF-Museumsverein. Gegenüber unserer Zeitung nimmt sie nun erstmals öffentlich Stellung und kritisiert deutlich das Verhalten der Stadt und ihres Oberbürgermeisters.

Ihr Möbelgeschäft sei fast insolvent. Seit dem Tod ihres Mannes 2007 verfüge sie nur über eine kleine Rente sowie die Pension ihres Mannes, mit der sie den Lebensunterhalt bestreite und versuche, das Geschäft zu unterstützen. "Aber wer kauft denn heute noch Möbel, die älteren Menschen besitzen längst alles und die jüngeren gehen zu Ikea."

Das Möbelhaus steht auf einem Erbbaugrundstück, das der Stadt gehört. Sie sei in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation auf Oberbürgermeister Rolf Schnellecke zugegangen und habe angeboten, dass die Stadt das Gebäude in der exponierten Lage kaufen könnte. "Ich wurde von ihm schäbig abgewimmelt." Auch bei Volkswagen sei sie vorstellig geworden, ebenfalls ohne Erfolg.

Zwischenzeitlich habe sich ein Geschäftsmann für das Gebäude interessiert. "Der Vertrag lag bereits zur Unterschrift vor, ich hatte mich so gefreut. Dann kam die Stadt und untersagte mir die Umnutzung." Schließlich habe sie versucht, das Grundstück gemeinsam mit einer vermögenden Freundin der Stadt abzukaufen – wiederum habe diese abgelehnt. Rosemarie Alsdorff hält kurz inne. "Ich kann machen was ich will, man versucht mich abzuwimmeln, und da soll ich noch Rücksicht nehmen?"

Sie sei auf NPD-Vizechef Jürgen Rieger zugegangen. "Er schaute sich das Wertgutachten an und sagte, das Gebäude sei ideal und dabei nur 56 Minuten mit Zug von Berlin entfernt. Ich hätte ihn küssen können. Herrn Rieger und seine Jungs habe ich als nette Menschen kennengelernt, das sind keine Glatzköpfe." Alsdorff stellt klar, sie selbst sei keine Rechtsextreme. "Dieses KdF-Museum ist mir völlig egal, ich will ja nur noch weg aus Wolfsburg und zurück in meine Heimatstadt Berlin. Man will mich kaputt machen, da muss sich doch niemand wundern, wenn ich mich wehre. Jeder Mensch, der am Ertrinken ist, schlägt um sich."

Samstag, 04.07.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10586276/menuid/2165
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