Schulterschluss gegen Nazis
Rat verabschiedet Resolution – "Eine Angelegenheit aller Wolfsburger"
"Wolfsburg darf kein Tummelplatz für rechtsradikale Aktivitäten sein." Worte von Oberbürgermeister Rolf Schnellecke zu Beginn der außerordentlichen Ratssitzung am Samstagvormittag, denen das Gremium Taten folgen ließ.
Einstimmig verabschiedeten alle sechs Fraktionen, von der CDU über die SPD, die PUG, die Grünen, die FDP und die Linken, eine Resolution: Die "Entschließung gegen Rechtsradikalismus in Wolfsburg". Die Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Nationalitäten seit Jahrzehnten friedlich lebten, wolle kein KdF-Museum, keinen Ort von "Darstellungen, die den Nationalsozialismus verherrlichen, der Leid und Tod über unzählige Menschen brachte."
Mit diesem Leid – und mit der Aussöhnung – hat sich Gisela Abel seit 1968 beschäftigt. Sie saß auf der Zuhörertribüne. Der Schulterschluss der Demokraten gegen Rechtsradikale, diese außerordentliche Ratssitzung und die Verabschiedung der Resolution, stießen bei ihr auf Begeisterung. "Es macht deutlich, dass Widerstand gegen rechte Bestrebungen eine Angelegenheit aller Wolfsburger ist." Ehrenbürger Manfred Kolbe, der Jahrzehnte Ratsmitglied war, sieht das ähnlich und kommentiert: "Wir müssen dem mit friedlichen Mitteln und allen rechtlichen Möglichkeiten begegnen." Nicht behandelt wurde ein PUG-Antrag, die Alsdorff-Immobilie zu kaufen. Auf der Tribüne sorgte der Vorschlag für Diskussionsstoff. "Das hatte man doch schon an anderen Orten. So werden Immobilien teuer verkauft."













