Das Elend nach dem Kriegseinsatz
Ex-Soldat Achim Wohlgethan aus Wolfsburg hat mit "Operation Kundus" ein zweites Buch geschrieben
Gelingt ihm ein zweiter Bestseller? Nach "Endstation Kabul" hat der Wolfsburger Ex-Soldat Achim Wohlgethan im vergangenen Monat mit "Operation Kundus" ein zweites Buch über seine Erfahrungen in Afghanistan auf den Markt gebracht.
In seinem ersten Buch "Endstation Kabul" hatte Achim Wohlgethan die deutsche Öffentlichkeit erstmals mit der ungeschminkten Realität des deutschen Afghanistan-Einsatzes konfrontiert. Dadurch wurde er ein gefragter Experte. Sein Buch verkaufte sich 50 000-mal.
In seinem neuen Report berichtet der ehemalige Fallschirmjäger und Hubschrauber-Pilot über eine zweite Operation, die ihn nach Kundus führte. Als Mitglied der Vorauskräfte baute er dort inmitten von Truppen feindlicher Warlords den deutschen Stützpunkt mit auf. "Mit seinem Insiderbericht bringt er uns nicht nur die wahren Zustände in dem umkämpften Land, sondern auch die Mängel der Bundeswehr und die Probleme der Soldaten in ihrem gefährlichen Einsatz nahe", heißt es in einer Mitteilung seines Verlags.
Wieder muss Wohlgethan eine ganz besondere Mission erfüllen: Er und seine Kameraden bauen als Vorauskräfte den deutschen Stützpunkt in Kundus mit auf. Absurde Regelungen, unzureichende Ausrüstung sowie gefährliche Erkundungstouren sind an der Tagesordnung. Der Wolfsburger kommt bei den Aufklärungsfahrten weit herum, lernt Land und Leute kennen.
Offen und schonungslos wird auch die emotionale Seite eines solchen Einsatzes beleuchtet: Wie gehen die Angehörigen mit der Belastung um? Was kommt auf die Freundin daheim zu? Wie kann es passieren, dass aus fähigen Kameraden plötzlich ganz andere Menschen werden, die den Zusammenhalt der Truppe gefährden? Auch seine psychischen Probleme nach dem Einsatz spart Wohlgethan nicht aus und erzählt, wie er im Bundeswehr-Krankenhaus Heimkehrer mit schweren posttraumatischen Belastungsstörungen kennenlernte.













