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12. Februar 2012
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Drei Parteien für Sara-Frenkel-Platz

IG Metall fordert Erinnerung an jüdische Zwangsarbeiterin an Markthalle – Frauenzimmer macht Rückzieher

Von Stefanie Waske

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Sie kümmerte sich um die Schwächsten: Sara Frenkel versuchte, das Leben von Zwangsarbeiterkinder zu retten. Die IG Metall Wolfsburg schlägt vor, den Platz um die Mahn-Buche nach ihr zu benennen.

Im Mai 2010 will die Stadt das Denkmal für die Zwangsarbeiter neben der Markthalle aufstellen. Eines der Schicksale ist das von Frenkel. Sie war Schwester im Barackenkrankenhaus Wolfsburg und im Kinderheim Rühen. 350 Kinder starben. Die Nationalsozialisten versorgten die Säuglinge zu schlecht mit Medikamenten.

Manfred Grieger, Leiter der Historischen Kommunikation von Volkswagen sagt: "Frenkel ist aus dem Ghetto in die Zwangsarbeit geflohen. Sie verbindet verschiedene Gruppen." Sie war Jüdin, Zwangsarbeiterin und aus Osteuropa, aus Lublin.

Die Initiatorin für den Straßennamen Irmela-Hammelstein-Platz, Christa Oemisch, betont: "Wir haben nicht gewusst, dass es auch andere Vorschläge gibt." Die Mitarbeiterin des Zentrums Frauenzimmer sagt, sie wollten keine Konfrontation. Hammelstein müsse eine andere Straße gewidmet werden.

"Es war nie die Absicht der SPD-Fraktion den Platz nach Frau Hammelstein zu benennen," sagt Hans-Georg Bachmann (SPD). Seine Fraktion habe keine Bedenken gegen Frenkel. Ebenso sehen es Axel Bosse (Grüne) und Ewald Slink (Linke).

Die Fraktionsvorsitzenden von CDU, PUG und FDP betonen, sie wollten in Ruhe beraten. Thorsten Werner (CDU) sagt: "Wichtig ist, dass der Name von allen Fraktionen getragen wird." Eine Diskussion schade der sensiblen Sache.

Bärbel Weist (PUG) sieht die Namengebung durchaus kritisch: "Das Denkmal ist eine Erinnerung an ganz viele Schicksale." Einen Namen herauszugreifen, könne vielleicht der falsche Weg sein.

"Wir wollen lebendige Geschichte. Die Besucher sollen das Schild sehen, später vielleicht nach Rühen oder ins VW-Unternehmensarchiv fahren", sagt IG Metall-Chef Frank Patta. Frenkel sei nicht nur Opfer gewesen, sie habe sich nach der Zeit des Nationalsozialismus für ein Denkmal in Rühen engagiert.

Donnerstag, 19.11.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11289049/menuid/2165
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