Sturk-Arbeiter warten auf ihr Geld
Insolvenzverfahren eröffnet – Kündigungen kommen in den nächsten Wochen
VORSFELDE/REISLINGEN. Das Insolvenzverfahren der Tiefbau-Firma Sturk ist am 1. Januar eröffnet worden. Die Arbeiter erhalten in den kommenden Tagen ihre Kündigungen. Besonders bitter: Sie warten auch noch auf ihre Löhne von November und Dezember.
"Wir werden alle Mitarbeiter betriebsbedingt freistellen", kündigt Insolvenzverwalter Jörg Trittermann an. "Im Moment ist sowieso keine Arbeit vorhanden." Alle Aufträge seien bis zum 17. Dezember erfüllt worden. Mit dem Betriebsrat habe er bereits einen Verhandlungstermin über Interessenausgleich und Sozialplan vereinbart.
Da die Kündigungen noch nicht ausgesprochen wurden, konnten die rund 80 Arbeiter, die zum Jahresende noch im Unternehmen waren, bisher kein Arbeitslosengeld beantragen. Die noch ausstehenden Löhne werden von der Arbeitsagentur in Helmstedt in Form eines Insolvenzgeldes ausgezahlt. "Die Novemberlöhne werden in dieser Woche angewiesen", verspricht Trittermann. Das Geld vom Dezember sei noch nicht fällig.
Unwirksam würden die Kündigungen nur, falls in den kommenden Monaten eine Übernahme der Baufirma gelingt. "Wir haben einen grundsätzlich Interessierten", sagt Trittermann. Auf eine schnelle Lösung sollten sich die Mitarbeiter allerdings keine Hoffnung machen. "Im ersten Quartal des Jahres passiert im Tiefbau gar nichts."
Nun müssen die Gläubiger ihre Forderungen geltend machen. "Bei einem Unternehmen dieser Größe ist mit einer Vielzahl von Forderungen zu rechnen", so Trittermann. Das erste Treffen vor Gericht findet voraussichtlich am 25. März statt.













