Schüler gründen neue Menschenrechtsgruppe
Amnesty International wieder in Wolfsburg Einer der Schwerpunkte ist China
MITTE-WEST. Gegen Menschenrechtsverletzungen in China und anderen Ländern engagiert sich seit einigen Wochen eine Gruppe junger Wolfsburger. Michael Dopichaj, Eva Habermann und ihre Mitstreiter haben acht Jahre nach dem Aus der alten eine neue Regionalgruppe der Organisation Amnesty International gegründet.
Die Gruppe trifft sich jeden zweiten Donnerstag um 19 Uhr im kleinen Saal der Kreuzkirche. Das nächste Treffen findet am 18. Februar statt. Schon am Dienstag, 16. Februar, sind die Menschenrechtsaktivisten mit einem Infostand an der Hinterbühne des Theaters vertreten. Nach dem Stück "Abflug", in dem es um Abschiebung geht, wollen sie unter anderem Teilnehmer für eine Briefaktion zugunsten eines Tschetschenen gewinnen, der aus der Ukraine in sein Heimatland abgeschoben werden könnte.
Für die Schülerin Eva Habermann gab ein einjähriger Aufenthalt in Xianjin (China) den Ausschlag, sich für die Menschenrechte einzusetzen. "Ich habe dort eine ganz andere Situation erlebt und gesehen, dass es nicht überall auf der Welt normal ist, dass man seinen Mund aufmachen kann und Zugang zu Gerichten hat", erzählt die Schülerin. "Was ich an Amnesty so toll finde: Dass die Mitglieder Menschenrechtsaktivisten vor Ort helfen, ihre Sache selbst in die Hand zu nehmen und zu kämpfen."
Der 19-jährige Michael Dopichaj erklärt seine Begeisterung für die Sache so: "Die Welt ist nicht so, wie ich sie mir wünschen. Aber ich kann einen Beitrag dazu leisten, dass sie ein Stück besser wird." Wer Lust hat, sich in der Gruppe zu engagieren, kann ihm eine E-Mail schicken, an m.dopichaj@gmx.de.













