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14. März 2010
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Mit Stacheldraht zur Testnote Drei

Nach 38 Jahren verlässt Französisch-Lehrerin Marie-Jeanne Heise die Schule – Bisschen mehr Zeit für sich

Von Dieter Polte

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VORSFELDE. 38 Jahre unterrichtete sie Französisch, Englisch und Werte und Normen an der Realschule im Eichholz, vermittelte mehr als 2000 Kindern das Rüstzeug fürs Leben, teilte als Lehrerin Freud und Leid mit ihren Schülern und dem Kollegium. Nun ist Marie-Jeanne Heise im Ruhestand.

Dass sie bei ihrem offiziellen Abschied aus dem Schuldienst mit vielen Blumen und Geschenken bedacht wurde, zeigt, wie beliebt die gebürtige Belgierin bei allen war.

Auf ihren Abschied war sie zwar vorbereitet, doch als dann der Schulchor für sie auf Französisch sang und ihr 38 rote Herzen überreicht wurden, kam doch ein wenig Wehmut auf.

Ihr Humor half ihr weiter, als sie zum Vokabeltest auf die Bühne gebeten wurde. Lachend fiel ihr gerade noch ein, was Stacheldraht auf Französisch heißt: Barbele! "Da habe ich noch eine glatte Drei geschafft", verrät sie ihre Testnote.

Als Marie-Jeanne Heise 1971 nach Neuhaus kam, erkundigte sie sich beim damaligen Landrat Fritz Weiberg nach einer Stelle als Lehrerin. Und der half prompt, rief bei Kurt Vahldieck an, der gerade eine Lehrkraft suchte, weil die Französischlehrerin schwanger war. So begann ihre Berufskarriere im Jahr 1972 an der Realschule im Eichholz.

"Was hab ich nicht alles erlebt", blickt die nun 61-Jährige zurück auf die Zeit, in der sie ein Stück Vorsfelde wurde. Sie half in der Jazz-Dance-Schülergruppe aus, nicht einmal Rektor Dabelstein merkte, dass die junge Lehrerin da mittanzte. Sie war auch dabei, als in vier langen Jahren die Schule ausgebaut wurde. Stolz hatte Architekt Rolf Nolting dem Kollegium Hörsaal, Dunkelkammer und die Milchbar gezeigt.

Sie erinnert sich auch gern an die 850-Jahr-Feier Vorsfeldes. "Da waren wir 1995 beim großen Umzug dabei." Sie suchte und fand stets den Draht zu Schülern und Lehrerkollegen. Da führte sie wie selbstverständlich die "Blumenkasse" des Kollegiums.

Einer der Höhepunkte war für sie die 75-Jahr-Feier "ihrer" Schule im Jahr 1998. Und auch die Klassenfahrten nach Brüssel und Paris mit ihren Französisch-Schülern blieben in bester Erinnerung.

Jetzt, nach dem großen Bahnhof zum Abschied, habe sie ein bisschen Zeit für sich. "Und für meinen Mann Rainer, der mich all die Jahre toll unterstützt hat", sagt sie dankbar. Und auch der Gymnastik im MTV Vorsfelde will sie sich verstärkt widmen.

Dienstag, 09.02.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11686596/menuid/2165
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