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14. Februar 2012
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Stadtwerke wollen die Wahl anfechten

"Team Zukunft" sichert sich klar den Betriebsrats-Vorsitz – Vorstand zweifelt weiter an LSW-Stimmrechten

Von Michael Kothe und Hendrik Rasehorn

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Mit großer Erleichterung hat die als konzernkritisch geltende Liste "Team Zukunft" auf den klaren Sieg bei der Wahl des Betriebsrats der Stadtwerke reagiert. Der Vorstand lässt nicht locker: Er kündigte gestern Abend an, er werde die Wahl anfechten.

Über den Versuch das Stadtwerke-Vorstands, die Auszählung der Briefwahl-Stimmen per Gericht zu verhindern, waren die "Team"-Mitglieder aufgebracht. Große Anspannung herrschte unter rund 100 Mitarbeitern, die die Arbeit des Wahlvorstands im Betriebsrestaurant verfolgen wollten, bis um 15.10 Uhr das Urteil des Landesarbeitsgerichts übermittelt wurde. Als Wahlleiter Peter Stammerjohann um 17.20 Uhr das Ergebnis mitteilte, herrschte Riesenjubel und Erleichterung bei den Mitgliedern der "Team"-Liste.

"Keiner von uns wollte jemals kandidieren, unsere Truppe hat sich aus purer Verzweiflung über die bisherige Arbeit des Betriebsrats gebildet", sagte Sprecher Dalibor Dreznjak. Und: "Wir wollen eine konstruktive Zusammenarbeit und alles tun, um die Stadtwerke wieder nach vorne zu bringen."

Zu den Gratulanten gehörte auch Stadtwerke-Vorstand Torsten Hasenpflug. Doch er gab nicht nach: Per Anfechtung sei zu klären, ob LSW-Mitarbeiter nicht Dienstleister ohne Stimmrecht sind. Es gelte, das Urteil des Gerichts abzuwarten und Anwälte einzuschalten. Der derzeitige Betriebsratsvorsitzende Heinz-Helmut Plath war enttäuscht. In seinen vier Amtsjahren seien 50 neue Arbeitsplätze geschaffen worden

Aufsichtsratsvorsitzender Thorsten Werner (CDU) nannte den Wahlausgang "vollkommen okay". SPD, Grüne und PUG kritisierten die Anfechtung. So handelten nur "schlechte Verlierer", hieß es.

In den neuen Betriebsrat wurden gewählt für das "Team" (Liste 2) Ulrich Stanko, Dalibor Dreznjak, Regine Heinemann, Hans-Henning Oelkers und Maik Nahrstedt, für Liste 1 Heinz-Helmut Plath, Brunhilde Langner, Dirk Beuth und Gabriele Marpoder.

Dienstag, 16.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11927468/menuid/2165
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