Gastwirte: Qualität statt Verbote
Sollen auch in Wolfsburger Mehrzweckhallen private Feiern verboten werden? – Gastronomen sind kritisch
Anfang des Monats diskutierte die Peiner Gemeinde Wendeburg darüber, ob Privatfeiern in Mehrzweckhallen zugunsten der Gastronomie verboten werden sollten. Sollte auch in den Wolfsburger Stadtteilen ein solches Verbot angedacht werden?
Wirtschaftskrise, Finanzkrise, Medienkrise. Aber auch die deutsche Gastronomie steckt in einer Krise. So kam in der Peiner Gemeinde Wendeburg die Idee auf, private Feiern in Mehrzweckhallen und Dorfgemeinschaftshäusern zu verbieten, damit mehr Bürger in der örtlichen Gastronomie feiern. Der Gemeinderat hat die umstrittene Entscheidung vertagt. Gastronomen aus Wolfsburg nahmen zu der Idee Stellung, ob auch in hiesigen Stadtteilen ein solches Verbot helfen würde.
"Es wäre besser, den Ausschank von Alkohol an Kiosken und Tankstellen zu verbieten", meint Goran Durdic vom Casa Antigua in Kästorf. Das würde nicht nur der Gastronomie helfen, sondern auch Komasaufen verhindern. Gerade Jugendliche kauften gerne auf dem freien Markt, also ohne Aufsicht. So käme es zu Problemen wie dem Komasaufen.
Auch Hermann Pessel, Mitinhaber des Hotel Lindenhofs in Nordsteimke sieht die Mehrzweckhallen vor Ort nicht als Konkurrenz: "Es gibt gar nicht so viele private Feiern in unserer Mehrzweckhalle. Aber unser Lindenhof ist immer voll."
Genauso wie Durdic ist er der Meinung, dass der Gastronomie viel mehr geholfen wäre, wenn man die Mehrwertsteuer nicht nur für Hotels, sondern auch für die Gastronomie auf sieben Prozent senken würde.
Jessica Zöllner, Inhaberin des Bo‘Ca in Mörse sieht die Problematik auch aus der Sicht ihrer Kunden: "Das kriegt man nicht durch, weil nicht jeder einen so großen Geldbeutel hat, dass er sich ein Restaurant mieten kann." Gegen die Krise hat sie ein eigenes Rezept: "Man muss nicht auf Verbote bauen, sondern selbst etwas tun und durch Qualität überzeugen."













