Blumenwiese statt Rittergut
Klares Votum im Workshop für Spielplatz im Mörser Gutspark Hundekot-Problem als Extra-Thema
MÖRSE. Die Gutspark-Kuh scheint vom Eis: Was den künftigen Spielplatz betrifft, haben die gut 20 Kinder gestern in der zweiten Planungswerkstatt nach Aussage von Martin Fleischhauer vom Kinder- und Jugendbüro klar für einen neuen dritten Entwurf ganz ohne Ritter-Thema gestimmt.
Blumen sollen stattdessen im Mittelpunkt stehen. Und: Die umstrittenen Themen Einzäunung und Hundekot sollen gesondert behandelt werden so lautete das Ergebnis nach der Beratung des Workshop-Ergebnisses mit Eltern und Ortsratsmitgliedern.
Zunächst hatten Fleischhauer und Spielplatzplanerin Sarah Junghans bei der Präsentation erläutert, wie die Entscheidung zustande kam. Zur Abstimmung kamen drei Entwürfe: als erstes die ursprüngliche und heftig umstrittene Idee eines "Ritterguts" mit Burgmauer in Form eines Stakettzauns und Anti-Hunde-Gitter am Eingang; als zweites ein Ritterspielplatz ohne Abgrenzung mit etwas mehr Platz; und als drittes ein Vorschlag ohne Thema, der von den Kindern mit dem Motto "Blumenwiese" versehen wurde.
"Deutlicher Sieger ist der dritte Plan", berichtete Fleischhauer. "Sehr verlockend für die Kinder: mehr Geräte, kein Zaun, mehr Spielwert." Der Entwurf beinhaltet eine großzügigere Verteilung der Geräte wie Federschaukel, Trampolin und Prinzessinnenschaukel. Aber: "Die Entscheidung fiel fifty-fifty aus im Streit um den Zaun, wir haben ein diffuses Votum", bedauerte der Spielplatzplaner.
Aus der Elternrunde wurde auf eine Lösung des Hundekot-Problems gedrängt. Ortsbürgermeister Peter Kassel kündigte an, eine Parkordnung zu prüfen. Auch Sträucher zum Abhalten der Hunde wurden angeregt. Silke Westphalen vom Grün-Bereich schlug vor, den Komplex Abgrenzung gegen Hunde losgekoppelt von der Spielplatz-Planung in Arbeitskreis und Ortsrat zu behandeln.
Für Irritationen am Rande sorgte, dass Margrit Bleidießel (SPD) und Wilhelm Lieven junior (Grüne) vom Ortsrat sowie Ulf Geffers von der Dorfgemeinschaft die Teilnahme an der Kinder-Planung verweigert wurde.
Und bereits mittags hatten Mitglieder des Bunds der Vertriebenen am Gedenkstein im Gutspark dafür demonstriert, den Stein bei der Umgestaltung nicht zu entfernen.













