Positives in der Krise: Weniger Insolvenzen
Handelskammer: Wolfsburg verzeichnete 2009 einen Rückgang der Insolvenzen von 22 auf 19 – Seltener Fall
WOLFSBURG. Zuerst die schlechte Nachricht: Die Zahl der Insolvenzen im Bezirk der IHK Lüneburg-Wolfsburg hat im Krisenjahr 2009 erwartungsgemäß zugenommen. Insgesamt mussten 398 Unternehmen in der Region den Weg zum Insolvenzrichter antreten. Das sind 18,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Am schlimmsten traf es den Landkreis Lüchow-Dannenberg mit 88,9 Prozent.
Jetzt die positive Nachricht für Wolfsburg: Entgegen dem Trend sank hier die Zahl der Insolvenzen um 13,6 Prozent. Auch in den Landkreisen Uelzen (-43,5 Prozent) und Soltau-Fallingbostel (-4,3 Prozent) gingen weniger Unternehmen in Konkurs. 19 Insolvenzverfahren wurden nach Auskunft des Landesbetriebs Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) im vergangenen Jahr in Wolfsburg eröffnet. 71 Beschäftige waren von den Insolvenzen betroffen – die voraussichtlichen Forderungen beriefen sich auf 4236 Euro. Im Vorjahreszeitraum gingen noch 22 Unternehmen Konkurs. Dass es in Wolfsburg weniger Insolvenzen gab, ist auch Claudius Nitschke aufgefallen, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wolfsburg: "Die Konjunkturpaketmaßnahmen und die Abwrackprämie sorgten in unserer Stadt für volle Auftragsbücher, vor allem im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe. Die Krise ist in Wolfsburg nicht angekommen."
IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert kann diese Beobachtung nur bestätigen: "Wolfsburg schlägt sich im regionalen Vergleich außerordentlich gut. Der Automobilstandort mit seinen zahlreichen Zulieferbetrieben konnte im vergangenen Jahr von der Abwrackprämie profitieren. Die aktuell veröffentlichen Geschäftszahlen von Volkswagen stimmen optimistisch, dass wir auch 2010 weit weniger Insolvenzen als im Landesdurchschnitt zu befürchten haben."













