Busnetz wird komplett umgekrempelt
Neue Zeiten, neue Linien – Oliver Schacht von der Verkehrsgesellschaft spricht von "großer Veränderung"
Der öffentliche Busverkehr steht vor einem Umbruch. Die Wolfsburger Verkehrsgesellschaft und die Stadtverwaltung haben einen externen Dienstleister beauftragt, das System von Grund auf zu überarbeiten.
WVG-Abteilungsleiter Oliver Schacht bestätigte gestern auf WN-Anfrage: "Es wird ein komplett neues Konzept geplant." Den Beteiligten gehe es unter anderem darum, die Neubaugebiete in den Ortsteilen besser anzubinden und auf stark genutzten Linien mehr Busse einzusetzen. Doch auch die Streckenführung selbst steht auf dem Prüfstand: "Es geht um Zeiten und um Strecken", so Schacht.
Wann der neue Fahrplan vorgestellt wird, konnte der Abteilungsleiter noch nicht sagen. Die Planungen liefen seit mehr als einem halben Jahr, erklärte er, doch noch sei das Konzept nicht komplett. Auf jeden Fall muss es von den zuständigen Aufsichtsräten und den politischen Gremien für gut befunden werden.
Einer, den die Überarbeitung freut, ist Ratsherr Frank Helmut Zaddach. Er hat erfahren, dass im Zuge der Umstellung auch die frühmorgendlichen Busverbindungen verbessert werden sollen, was für Berufstätige von Vorteil wäre. Zaddachs Informationsstand ist, dass das fertige Konzept bereits in diesem Herbst vorgelegt werden soll und entweder zum Jahreswechsel oder zum Fahrplanwechsel im Sommer 2011 wirksam werden soll.
Vor allem in den Ortsteilen wird immer wieder Kritik am öffentlichen Busnetz laut. Bewohner des Kerksiek wünschen sich eine bessere Busanbindung, ebenso wie nicht wenige Vorsfelder. In der Eberstadt wurde schon Ende 2008 an einem runden Tisch über mangelnde Anschlüsse und über die Fahrtzeiten zwischen Wolfsburg und Vorsfelde am Abend und an den Wochenenden diskutiert. Damals war gar von "unfreiwilligen Stadtrundfahrten" die Rede.













