Intensive Förderung der Schüler zahlt sich aus
Sozialbericht der Stadt Wolfsburg zeigt Bildungsunterschiede in den einzelnen Stadtbezirken auf Chancengerechtigkeit verbessern
WOLFSBURG. Mit einer Abiturientenquote von 30,6 Prozent braucht Wolfsburg den Vergleich mit anderen Städten nicht zu scheuen. Das ist einer der Aspekte, die der neue Sozialbericht der Stadt Wolfsburg offenbart, der auch das Thema Bildung beleuchtet.
Deutlich hängt Wolfsburg dabei Salzgitter (18,1 Prozent) oder auch Ingolstadt (26,1 Prozent) ab eine Autostadt wie Wolfsburg und mit ähnlicher Arbeitsmarktlage. Nur Braunschweig steht mit 40,3 Prozent noch besser da.
Auch beim Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss schneidet Wolfsburg mit nur 4,8 Prozent nach dem Landkreis Hildesheim (4,5 Prozent) mit dem zweitbesten Ergebnis ab.
Beziehen sich die oben genannten Zahlen auf das Jahr 2007, steht bei der Abfrage der Schülerdaten und deren Zuordnung zu den 40 Stadt- und Ortsteilen das Schuljahr 2009/2010 im Mittelpunkt. Berücksichtigt wurden dabei nur Schüler, die in Wolfsburg wohnen.
Was die Verteilung der Schüler in Klasse 10 anbelangt (1326 Zehntklässler), so besuchen 43,7 Prozent von ihnen ein Gymnasium. Von den 1042 Fünftklässlern sind es aber nur noch 39,3 Prozent Hier, so Eva Gommermann (Geschäftsbereich Schulen) mache sich die Etablierung neuer Gesamtschulen bemerkbar. Betrachtet man nun die Zuordnung der Gymnasiasten zu den einzelnen Stadtteilen, so ergibt sich durchaus ein differenziertes Bild: Die höchste Quote an Gymnasiasten (63,6 Prozent) unter den Fünftklässlern weist Brackstedt/Velstove/Warmenau auf, gefolgt von Neuhaus/Reislingen mit 52,6 Prozent. In Detmerode hingegen besuchen nur 28,1 Prozent der dort wohnenden Fünftklässler ein Gymnasium, während es in Westhagen wiederum 36,8 Prozent sind.
Fazit: Zwischen den Stadtbezirken mit einem hohen Anteil an Alleinerziehenden, Migranten und Sozialhilfeempfängern und solchen, in denen die soziale Lage besser ist, gibt es keine riesige Diskrepanz hinsichtlich der Bildungslage. Das, so Klaus Mohrs, Erster Stadtrat, sei auch Resultat der intensiven Förderung in Kita und Grundschule, die die Chancengerechtigkeit verbessere, und spreche für deren Qualität.













