"Motivationsprobleme" bei Rettern
Stadtbrandmeister klagt: Nur 9 von 19 Freiwilligen Wehren kamen zum Wettkampf
Dicke Luft herrscht bei Wolfsburgs Freiwilligen Wehren: Sonntag beim Leistungswettbewerb in Almke traten nur 9 der insgesamt 19 Wehren an (WN berichteten). Wer ohne akzeptable Entschuldigung fern blieb, den erwartet ein Donnerwetter von Stadtbrandmeister Helmut von Hausen
Er ist sauer: "Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Der Grund, dass so viele Wehren fehlten, können nicht Nachwuchsprobleme sein. Ich glaube vielmehr, viele hatten Probleme, ihre Leute zur Teilnahme am Wettkampf zu motivieren. Dabei wurde der Termin schon im November festgelegt." Zur Vorbereitung darauf müssten sich die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit zwar viel Zeit ans Bein binden, so von Hausen. "Der Leistungswettbewerb ist für uns jedoch wichtig, es ist eine kleine Abnahme, durch die wir feststellen können, ob die Wehren einsatzfähig sind."
Es fehlten der komplette Löschzug Süd (Barnstorf, Hattorf, Heiligendorf, Neindorf), die Wehren Vorsfelde, Ehmen, Brackstedt, Kästorf, Warmenau und Sülfeld. Hattorf habe im Vorfeld auf Grund des kürzlich vollzogenen Führungswechsels abgesagt, berichtet von Hausen, die Ehmer seien mit ihrem Feuerwehrhaus-Neubau beschäftigt, die Wehr Warmenau habe am Abend vorher einen Einsatz gehabt. Solche Gründe seien nachvollziehbar. Es gebe hingegen Wehren, die erst am Sonntagmorgen ihre Teilnahme abgesagt hätten.
Wer schwänzt, der muss keine Sanktionen befürchten, stellt von Hausen klar. "Vielleicht müssen wir uns künftig Sponsoren suchen und die Wehren, die an den Übungen teilnehmen, mit Ausrüstungsgegenständen, die sie sich schon lange wünschen, belohnen. Die richtige Motivationsgrundlage kann das allerdings nicht sein."













