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12. Februar 2012
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Feiertage und Jubiläumsgeld in Gefahr

Botschaft der Geschlossenheit – "Wolfsburg als Bochum des Nordens" – Volkert spürt große Verantwortung

Von Carsten Krebs

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Zehn Minuten vor zwei Uhr – ein Bild der Geschlossenheit, der Einheit: Die Gewerkschaft- und Betriebsratsspitze schreitet in einer Linie auf das VW-Hochhaus zu.

Klaus Schneck, Wolfgang Schulz, Michael Riffel, Klaus Volkert, Bernd Osterloh, Frank Patta, Hans-Jürgen Uhl – hinter ihnen marschierten viele tausend VW-Beschäftigte. Mit Plakaten, Trillerpfeifen, roten IG-Metall-Mützen und einem Flugzeug am Himmel. Die Botschaft ist eindeutig: IG Metall und Betriebsrat demonstrieren ihre Stärke, sie rücken dem Vorstand immer näher auf die Pelle. Die Südstraße war voller Menschen. Die Reden wurden über Riesen-Lautsprecher, die an drei großen Kränen hingen, übertragen.

Frank Patta, Vertrauenskörperleiter, war angesichts der Menschenmassen begeistert. "So etwas hat dieses Werk noch nicht geschehen." Und er kritisierte scharf den Vorstand: "Sie wollen Wolfsburg zum Bochum des Nordens machen. Für die Manager sind wir keine Menschen, sondern nur Arbeitskosten auf zwei Beinen." Er forderte, dass der Golf-Geländewagen in Wolfsburg produziert werde und mehr Mitbestimmung bei Produkten und Investitionen. Allein die "innovative Visionstür am neuen Golf hat Zusatzkosten von 350 Millionen Euro verursacht", und die "fahrlässige Währungsabsicherung" habe in den letzten Jahren zwei Milliarden Euro gekostet, so Patta – und stellte diese Zahlen so in den Zusammenhang mit den von VW geforderten Milliardeneinsparungen. Aus den Verhandlungen berichtete er, dass VW die Streichung der Jubiläumszulagen für 25- und 35-jährige Betriebszugehörigkeit beabsichtige, ebenso solle der Heiligabend und Silvestertag neu als Arbeitstag gelten, für den fortan Urlaub eingereicht werden müsse.

Michele Rose von der Ausbildungsvertretung machte sich derweil für die Azubis stark. "Wir lassen uns nicht abzocken, wir werden kämpfen." Klaus Volkert sagte nach seiner Rede, dass ihn die riesige Verantwortung in den Verhandlungen "auch ein bisschen belastet. Denn wir dürfen die Erwartungen nicht enttäuschen". Zwar sei die Zahl der Teilnehmer "phänomenal", aber berge auch eine große Verantwortung.

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Mittwoch, 03.11.2004
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/3413052/menuid/2165
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