"Verdacht erhärtet sich"
Ermittlungen gegen Handwerkerschaft und Duwe
Wird die Luft für die Kreishandwerkerschaft dünner? Nachdem der Zoll deren Räume durchsucht hatte, habe sich "der Anfangsverdacht erhärtet", sagt Heinz-Michael Horst von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Köln. Der Vorwurf: Die Kreishandwerkerschaft soll gegen das Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung verstoßen haben, indem sie Mitarbeiter für den Bau eingestellt und an die Mitgliedsbetriebe verliehen hat. Eine Genehmigung wäre nur im Ausnahmefall möglich und müsse durch die Agentur für Arbeit erfolgen. Dies sei nicht geschehen.
Prekär: Juristisch ist es nicht möglich, gegen eine Organisation zu ermitteln. "Generell sind Ermittlungen nur gegen handelnde Personen möglich", bestätigte Horst. Gegen wen die Ermittlungen derzeit geführt werden, wollte er nicht sagen. Nach WN-Informationen aber dürfte Karl-Heinz Duwe als Geschäftsführer im Visier der Schwarzarbeitsfahnder stehen.
Die Kreishandwerkerschaft hat derweil einen Anwalt eingeschaltet. Der Verleih von Bauarbeitern wurde bis auf Weiteres eingestellt. Alle Mitgliedsbetriebe erhalten ein Rundschreiben. dp













