Wolfsburgs Bienen weiterhin bienenfleißig
Experten beobachten Massensterben unter den Insekten Imker sehen keine außergewöhnliche Gefahr
"Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr." Diesen Satz soll Albert Einstein einmal gesagt haben. Und er wird zur Zeit gerne zitiert. Denn bundesweit überschlagen sich Experten mit Hiobsbotschaften: Ganze Bienenvölker sterben aus. In manchen Gegenden hätten bis zu 80 Prozent der Insekten den harten Winter nicht überstanden.
Ein Phänomen, das Willi Schedler, Vorsitzender des Kreisimkervereins Wolfsburg, für die Region nicht bestätigen kann. "Wenn zehn Prozent des Bestands eingehen, ist das normal. Wir haben hier zur Zeit kein außergewöhnliches Bienensterben", sagte Schedler. "Die Verluste die wir haben, ergeben sich maßgeblich aus dem Befall mit Varroa-Milben", so Schedler weiter. Der Schädling befällt die ungeschlüpfte Brut der Bienen. Doch die Milbe plagt schon seit einigen Jahren die heimischen Bienen und Imker. Experten suchen deswegen für das aktuelle Massensterben andere Gründe. Einige führen es auf den langen und harten Winter zurück. Doch Erhard Krösche, der als Gesundheitsobmann beim Kreisimkerverein Experte in Sachen Bienengesundheit ist, sieht das so: "Der lange Winter ist es mit Sicherheit nicht." Zwar hat auch der Vorsfelder Imker Horst Matthews von seinen acht Völkern die Hälfte in diesem Winter verloren. Doch im Vergleich zu Vorjahren, als teilweise sämtliche Völker starben, sei das "schlimm, aber nicht ungewöhnlich", so Matthews. Auch Imker Ulrich Raschkowski nannte die Verluste "normal".
Ein anderes Phänomen macht Schedler mehr Sorge: "Ein größeres Problem ist der fehlende Nachwuchs", sagte Schedler. Das Einstein-Zitat macht die ökologische Bedeutung der Insekten deutlich: "Sie ist das einzige Insekt, das die Bestäubung gewährleistet", betonte Schedler. Nähme die Zahl der Imker, und damit auch die der Bienenvölker weiter ab, hätte dies sowohl für Wildpflanzen, als auch Obst- und Kulturpflanzen fatale Folgen.











