Quer über den Pazifik
Ulrich Steiner geht auf Hochsee-Regatta von San Francisco nach Hawaii
Eine ehemalige Wolfsburger Landratte geht am 3. Juli auf eine der härtesten und längsten Hochsee-Regatten der Welt: Dr. Ulrich Steiner (55) fährt beim "Pacific Cup" als Navigator auf der Cirrus.
Dieses Hochsee-Segelrennen führt über 4000 Kilometer von San Francisco nach Hawaii und wird auch "Fun Race", also Spaßrennen, genannt. So spaßig ist es in manchen Stürmen und bei meterhohen Wellen aber nicht immer. "Trotzdem freue ich mich schon sehr drauf. Ich mache schon zum vierten Mal mit", sagt Steiner.
Er hat von 1955 bis 1970 in Wolfsburg gelebt, besuchte die Goetheschule und machte am Ratsgymnasium das Abitur. "Mein Vater war bei Volkswagen. Wir haben damals in der Saarstraße gewohnt", sagt Steiner.
Er studierte, zog durch die Welt und lebte auch in den USA. "Dort habe ich den Kontakt zum Segeln bekommen und auch die Leute getroffen, mit denen ich auf der Cirrus fahre", sagt Steiner. 2001 kam er aus den USA zurück und lebt seitdem bei Düsseldorf. Er ist als Manager im Bayer-Konzern beschäftigt. Nach Wolfsburg kommt Steiner noch gelegentlich, weil seine Schwiegereltern hier leben. Seine heutige Ehefrau lernte er schon als Schüler auf dem Ratsgymnasium kennen.
Das Spektrum der knapp 50 Boote, die an der Pazifik-Regatta teilnehmen, reicht von der 8 Meter langen Nussschale bis zum Ozeanrenner mit mehr als 40 Metern. "Auch das schnellste Einrumpf-Boot der Welt ist wieder am Start", sagt Steiner. Dank eines Korrekturfaktors kämpfen aber alle Teilnehmer auf vergleichbarem Niveau. So wie die Yachten sind auch die Mannschaften sehr unterschiedlich: "Manchmal sind es Profis, andere haben ein Durchschnittsalter von 70 Jahren, andere haben Kleinkinder an Bord", sagt Steiner. Die Cirrus hat sechs Crew-Mitglieder, vier Männer und zwei Frauen. "Wir haben keine Chance auf den Sieg, aber wir wollen maximal zwölf Tage benötigen", sagt der ehemalige Wolfsburger.













