Innung stimmt Rettungsplan doch zu
Überleben der Kreishandwerkerschaft vorerst gesichert Rigider Sparkurs angesagt
War das knapp: Auf den letzten Drücker hat gestern die Heizungsbauer- und Sanitärinnung dem Sanierungsplan für die Kreishandwerkerschaft zugestimmt. In der Vorwoche hatten die Innungsmitglieder sich noch deutlich gegen ein finanzielles Sonderopfer ausgesprochen (wir berichteten exklusiv).
Gestern trafen sich 29 Innungsmitglieder in den Räumen des Handwerkerhauses, um das Für und Wider eines Zuschusses zu diskutieren. Am Ende gab es dann ein deutliches Signal in Richtung Kreishandwerkerschaft: Bei acht Gegenstimmen entschieden sich 21 Handwerker für ein Ja zum Sanierungsplan. Bis zu 100 000 Euro sollen die Mitgliedsbetriebe über die gestaffelte Umlage zuschießen.
Die Details des Sanierungsplans legte noch einmal der Unternehmensberater Thomas Paul von der Firma TMS aus Köln dar. Geschäftsführer Karl-Heinz Duwe wird in den nächsten Jahren massiv sparen müssen, um die finanziellen Lasten zu schultern. So müssen künftig 12 000 Euro pro Monat eingespart werden, was wohl auch eine weitere Reduzierung des Personals (derzeit 14 Mitarbeiter) zur Folge haben wird.
Fraglich ist auch, ob das für vier Millionen Euro erbaute Handwerkerhaus in der bisherigen Form weitergeführt werden kann. Im Gespräch soll auch ein Vermietungs-Modell sein.
Ungeklärt ist noch, ob die Kreishandwerkerschaft sich tatsächlich wegen Schwarzarbeit wird verantworten müssen. Ein juristischer Sieg scheint möglich. Wird die Körperschaft des öffentlichen Rechts aber verurteilt, droht eine Strafe in Höhe von insgesamt 600 000 Euro. tok













