Durcheinander bei insolventer Kreishandwerkerschaft
Rechtsanwalt Hausherr muss sich vor einem Gutachten zum weiteren Vorgehen erst durch Zahlen wühlen
Knapp einen Monat nach dem Antrag auf Insolvenz räumt der vorläufige Insolvenzverwalter Joachim C. Hausherr bei der Wolfsburger Kreishandwerkerschaft weiter auf.
"Wir müssen erst einmal die Zahlen der Buchhaltung aufarbeiten", ist der Rechtsanwalt auf ein mächtiges Durcheinander gestoßen. "Inzwischen setze ich eigene Leute ein, um überhaupt voranzukommen." Die Buchhalterin der Kreishandwerkerschaft sei zwar fachlich versiert, aber zeitlich völlig überlastet. Hausherrs Personal wird sogar zwischen Weihnachten und Neujahr rechnen. "Erst dann haben wir Zahlen für ein Gutachten, um mit eigenen Daten die Planzahlen der Berater zu prüfen und eine Umsatzprognose für die nächsten 12, 18 und 24 Monate zu geben", sagte der Braunschweiger Jurist. "Dann steht fest: Sind die Zahlen besser als im Plan, oder geben sie eine Fortführung des Betriebs doch nicht her? Das ist alles noch im Fluss."
Zurzeit herrscht jedoch Weihnachtsfriede bei der Kreishandwerkerschaft mit rund 200 Mitgliedsbetrieben. "Es gab keine Kündigungen, alle Aufträge laufen weiter, die Reaktionen waren positiv", resümiert Hausherr. "Deswegen setzen wir nach wie vor darauf, dass wir weitermachen", hatte er gute Nachrichten für Geschäftsführer Karl-Heinz Duwe und seine 17 Mitarbeiter. cf













