Der Top-Kandidat heißt Nitschke
Kreishandwerkerschaft: Zahl der Mitarbeiter soll weiter gesenkt werden
Es tut sich was bei der insolventen Wolfsburger Kreishandwerkerschaft. Claudius Nitschke soll die Nachfolge des entlassenen Geschäftsführers Karl-Heinz Duwe antreten. Der Kandidat müsste den Job allerdings in Personalunion erledigen, denn Nitschke ist Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Helmstedt und wird das auch bleiben.
"Es gibt noch einige offene Fragen. Und klar ist auch, dass Herr Nitschke die Perspektive haben möchte, dass bald keine Verluste mehr gemacht werden", betonte Insolvenz-Verwalter Joachim C. Hausherr aus Braunschweig. Nitschke soll auch nur die Hälfte des Gehaltes von Duwe kassieren.
Derzeit profitiert die Kreishandwerkerschaft sogar von der Insolvenz. 130 000 Euro jährlich für Zins und Tilgung "fallen komplett weg", wie Hausherr erläuterte. Dennoch wird sich die Vertretung der Wolfsburger Handwerkerschaft unter Mühen gesundschrumpfen müssen. Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass vielleicht noch zwei oder drei Mitarbeiter gehen müssen. Bei den freiwilligen Leistungen wie der Gewerbeakademie will Hausherr die Kreishandwerkerschaft "auf andere Füße stellen". Statt fester Mitarbeiter setzt er auf Dozenten. Mitspielen müssen allerdings die Gläubiger, mit denen Hausherr ständig in Kontakt steht. Insgesamt habe die Lage sich aber spürbar normalisiert.













