Trotz Verbot: Samstag machen Nazis Propaganda
NPD: Infostand verboten, jetzt kommen Agitatoren
Trotzdem OB Schnellecke einen Infostand der Nazi-Partei NPD in Wolfsburg verboten hat, marschieren die Rechtsradikalen morgen in der Innenstadt auf. NPD-Propagandisten der verteilen Flugblätter, hetzen gegen die IG Metall.
"VW-Werker können stolz auf ihre Arbeit sein", schreibt NPD-Propagandachef Andreas Molau aus Wolfenbüttel in ein Flugblatt, dass bis zu zehn Agitatoren am Samstag ins Wolfsburg unters Volk bringen wollen.
Die Bühne für die Rechtsextremen ist groß: Zehntausende Besucher werden in der Stadt zum Einkaufen erwartet, dazu werden 30 000 Fußballfans in der Stadt erwartet der VfL tritt zum letzten Spiel der Saison in der VW-Arena gegen Bremen an.
Rechts-Agitator Andreas Molau, der von Wolfenbüttel aus die Aktionen der NPD organisiert, spricht von einem Zeichen, das man setze: "Das ist der Kampf um die Straße."
In Wolfsburg formiert sich in der Zwischenzeit ein breites Bündnis gegen Rechtsextreme: Die IG Metall will sich an die Spitze der Gegen-Bewegung setzen. IG-Metall-Chef Frank Patta sammelt Unterschriften aus den Reihen der politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Repräsentanten der Stadt, die damit deutlich den Aufruf gegen Rechts unterstützen sollen.
Patta wünscht sich auch, dass die Wolfsburger Demokraten im Spätsommer zum Auftakt des Landtagswahlkampfes mit einem Aktions-Festival in der Stadt ein öffentliches Bekenntnis ablegen mögen: "Wir schützen gemeinsam diese Stadt vor rechtsradikalen Rattenfängern."
Wie wichtig das ist, zeigt der Aktionismus der rechtsradikalen NPD: Propagandist Molau verspricht einen heißen Sommer mit Aufmärschen und Kundgebungen in Wolfsburg uns der Region. Die IG-Metall wird in einem Flugblatt, das am Samstag in 3000 Wolfsburger Briefkästen gesteckt werden soll, verunglimpft: "Wenn es nach den verbonzten Gewerkschaften ginge, verdankten VW-Arbeiter den Gewinn im Konzern denen."Titelseite













