Die LSW wächst in den Himmel
Versorger plant großen Wurf: Neues Hauptquartier wird 50 Meter hoch und bis zu 22 Millionen Euro teuer
STADTMITTE. Die LSW will hoch hinaus. Das neue Verwaltungsgebäude des Versorgers soll ein echter Hingucker werden – bis zu 50 Meter hoch und bis zu 22 Millionen Euro teuer.
Gestern wurden die Sieger des Architektenwettbewerbes vorgestellt. Alle Entwürfe sind in der Bürgerhalle des Rathauses zu sehen. "Entweder wird es einen Neubau oder eine Erweiterung und Sanierung des bestehenden Gebäudes geben", zeigte LSW-Aufsichtsratschef Oliver Munte die Alternativen auf.
"Wir bevorzugen aber die große Lösung. Die LSW möchte ein klares Bekenntnis zu Wolfsburg ablegen und auch einen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten", erläuterte Munte. Auch Oberbürgermeister Rolf Schnellecke wünscht sich am boomenden Nordkopf "ein Wahrzeichen", das zugleich hochwertig sein müsse, aber zugleich das nebenan liegende Phaeno architektonisch nicht aussteche.
Allerdings werden dafür die von der LSW eingeplanten 15 Millionen Euro nicht reichen. "Für die große Lösung müssen wir nach Partnern suchen", bestätigte LSW-Geschäftsführer Walter Rangette. Zusammen mit einem weiteren Investor könnten dann 18 bis 22 Millionen Euro am Nordkopf investiert werden. Wichtig für das Vorhaben: Anteilseigener Eon-Avacon steht der großen Lösung wohlwollend gegenüber.
Bisher steht nur der Sieger für die Grundstücksvariante 1 fest, die auf einer Erweiterung und Fassadensanierung basiert. Das Büro Strukh Architekten aus Braunschweig setzte sich mit seinem Entwurf durch.
Einen Sieger für die große Variante hat das Preisgericht noch nicht gefunden. Hier liegen die Entwürfe von JSK Architekten aus Braunschweig und nps tchoban voss aus Berlin gleichauf. Beide Büros sollen ihre Pläne nun "hinsichtlich der baulichen Vorgaben und Funktionalitäten weiter zu konkretisieren", wie es in einer Stellungnahme der LSW heißt. In rund sechs Wochen soll dann der Sieger gekürt werden.
Die Ideen der Architekten sind durchweg kühn zu nennen. Während JSK aus Braunschweig mit einem sich nach unten verschlankenden Hochhaus ins Finale kam, setzte nps tchoban auf eine fragil wirkende Würfel-Konstruktion. Andere Architekten setzten auf schlanke Bürotürme oder – wie die auch bei der großen Lösung vertretene Planungsgesellschaft Strukh – auf eine elegant-futuristische Lösung, die auf Platz vier landete.
Stadtbaurätin Monika Thomas deutete an, dass nicht jede Idee für das Areal geeignet ist: "Wir müssen sehr sensibel mit der Umgebung umgehen."













