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11. Februar 2012
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Afghanistan-Kämpfer Achim: Buch auf Bestseller-Liste oben

Das erschütternde Kriegstagebuch des Wolfsburgers Achim Wohlgethan ist jetzt schon 35 000 mal verkauft

Von Frank Jungbluth

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STADTMITTE.  Achim Wohlgethan ist im Rilkehof in der Stadtmitte vor 41 Jahren geboren. In den Jahren 2002 und 2003 kämpfte der Stabsunteroffizier Achim Wohlgethan in Afghanistan im ISAF-Kommando, zu dem auch Einheiten der Bundeswehr kommandiert sind. Sein Buch "Endstation Kabul", das vor vier Wochen veröffentlicht worden ist, klettert auf den Bestseller-Listen immer weiter nach oben. 35 000 Exemplare des Kriegstagebuchs sind bereits verkauft. Wenn Achim Wohlgethan aus seinem Buch liest, dann hören ihm bis zu 200 Menschen zu.

"Viele sind Kameraden, Männer, die bei der Bundeswehr gedient haben. Männer, die auch in Afghanistan oder im Kosovo mit der Armee waren. Ich glaube, ich schreibe ihnen aus der Seele. Denn das Buch beschönigt nichts. So ist es gewesen", sagt Wohlgethan.

Wir treffen ihn im Bistro "Nando" an der Piazza Italia. Als der ehemalige Stabsunteroffizier Achim Wohlgethan dort nach 13 Jahren seinen Freund, den Wirt Nando Costatini wieder trifft, ist es ein Wiedersehen zweier Männer, die sich fremd geworden sind. "Der Krieg verändert Menschen. Niemand kehrt so wieder heim, wie er gefahren ist."

Am 27. Februar liest Wohlgethan in der Wolfsburger Thalia-Buchhandlung aus seinem Tagebuch. "Ich erlebe bewegende Momente, wenn ich unterwegs bin und Leser treffe. Manchmal fließen Tränen."

Die Nächte sind oft unruhig, seit Achim Wohlgethan vom Einsatz in Afghanistan zurück ist. "Natürlich beschäftigen die Erlebnisse in Gedanken", sagt er. Der Krieg macht einsam, weiß er.

Mama Bruna Costatini hat für den jungen Achim Wohlgethan Pasta gekocht. Da kickte er noch in der A-Jugend beim TSV Wolfsburg. Mit Nando und den anderen Freunden aus Wolfsburger Zeiten.

Im Sommer will Achim Wohlgethan zurück nach Afghanistan. Diesmal ohne Uniform und Waffe. "Ich will die Stationen der Reise noch einmal sehen, die Menschen wieder treffen". Der Krieg lässt nicht los.

Mittwoch, 20.02.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/8016483/menuid/2165
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