"Dieser große Wurf ist ein guter Wurf"
Echo im Ausschuss positiv DIGS-Sanierung würde 7 Millionen Euro kosten, Umzug 1 bis 4 Millionen Euro mehr
WOLFSBURG. Hauptschule, Realschule und Gymnasium Kreuzheide ziehen an das Schulzentrum Vorsfelde und verschmelzen mit den dortigen Schulen. An dem frei werdenden Standort entsteht eine Integrierte Gesamtschule (IGS), die die Deutsch-Italienische Gesamtschule (DIGS) umfasst (wir berichteten). Deren alter Bau könnte als Bauland oder für Wohnungsbau vermarktet werden. Diese Pläne stellte die Schulverwaltung gestern Schulsteuerkreis und Schulausschuss vor.
"Die Verwaltung ist auf offene Ohren gestoßen und hat mit ihren Plänen einen positiven Eindruck hinterlassen", beschrieb Schulausschuss-Vorsitzende Ingrid Eckel (SPD) das Echo. "Dieser große Wurf ist ein guter Wurf. Er sollte Vorbild für weitere Quartiere sein", sagte Ernst-Bernhard Jaensch (CDU). Hans-Georg Bachmann (SPD) ist wichtig, dass Geld an sicheren Standorten ausgegeben werde: "Wir haben die Schullandschaft im Norden jetzt wetterfest gemacht." Ewald Slink (WL) ist zufrieden, dass die Forderung nach einer zweiten IGS erhört werde: "Es ist gut, dass eine nachhaltige Lösung gefunden wird."
Oberbürgermeister Rolf Schnellecke beurteilte die angedachte Lösung als "Umwälzung der Schullandschaft, eine Neuordnung, die langfristigen Charakter hat". Eher schwache Standorte werden ihm zufolge durch die neuen Ideen für die Zukunft gestärkt und eine ausgeglichene Verteilung der Angebote im Stadtgebiet geschaffen. Der gordische Knoten würde so zerschlagen, meinte Schnellecke.
Drei Probleme waren laut Schuldezernent Klaus Mohrs Ausgangspunkt für die Überlegungen:
die ungebrochene Nachfrage nach einer zweiten IGS, die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule musste im Vorjahr rund 130 angemeldete Schüler ablehnen.
die Suche nach einer endgültigen Lösung für die Deutsch-Italienische Gesamtschule, deren Schulversuch 2010 ausläuft
zu viele Standorte für die abnehmende Schülerzahl. 2008/2009 werden laut Prognose 1239 Schüler in den fünften Jahr wechseln, 2013/2014 werden es 1080 sein.
Für die Sanierung der DIGS waren 7 Millionen Euro veranschlagt. Ein Umzug würde 1 bis 4 Millionen Euro teurer werden. Durch die Aufgabe des DIGS-Standort ließen sich Betriebskosten in sechsstelliger Höhe einsparen. Am Schulzentrum Kreuzheide würden ein An- und ein Neubau für die DIGS-Primarstufe nötig dort, wo derzeit die Mobilklassen stehen. Gleiches gilt fürs Schulzentrum Vorsfelde. Erstmal müssten die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, so ein Umzug würde Schritt für Schritt realisiert, sagte Mohrs: "Die Kinder, die im Sommer am Schulzentrum Kreuzheide beginnen, können dort noch ihren Abschluss machen."













