"Wir sind noch gut weggekommen"
Chemie-Unfall: Brandopfer geht es wieder gut Mutter und Lehrerin haben sich ausgesprochen LKA ermittelt
VORSFELDE. Knapp sieben Wochen nach dem Chemie-Unfall an der Realschule geht es dem verletzten Schüler Florian Thäsler wieder gut. Florians Mutter hat sich mit der ebenfalls wieder genesenen Lehrerin ausgesprochen. Ergebnisse vom Landeskriminalamt (LKA) gibt es indes noch nicht.
Die Experten vom LKA wollen das Experiment wiederholen und die Vorgänge, die sich am 11. Juni auf dem Schulhof ereignet hatten, nachstellen. Damit soll die Gefährlichkeit des Versuchs eingeschätzt werden (wir berichteten). Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, ist unklar. Laut Polizei-Sprecher Sven-Marco Claus sei es nicht ungewöhnlich, dass das dauere, da solche Rekonstruktionen nicht Priorität hätten.
Dem schwer im Gesicht verletzten Florian Thäsler geht es inzwischen wieder gut. "Es ist fast nichts mehr zu sehen, die Behandlung ist abgeschlossen, zur besseren Heilung wurden die Narben noch gelasert", berichtet Mutter Martina Grünberger. Allerdings müsse ihr Sohn noch einige Wochen die direkte Sonne meiden und eine Mütze tragen. "Wir hatten aber zum Glück keinen großen Sommerurlaub geplant dieses Jahr", sagt Martina Grünberger. Ihr Sohn gehe inzwischen zur Berufsschule, habe alles gut verkraftet.
Auch Florians schwer verletztem Mitschüler gehe es gut, weiß Martina Grünberger. Die beiden Jungen stünden in Kontakt. Auch mit der Lehrerin, die den verunglückten Versuch angesetzt hatte, hat sich die Muter inzwischen ausgesprochen.
"Ich habe sie zufällig getroffen. Sie ist gleich auf mich zugekommen, und wir haben geredet. Ich bin ihr nicht mehr böse, obwohl ich am Anfang schon sauer war", erzählt Martina Grünberger.
"Sie war total traurig, konnte sich das Ganze nicht erklären und hatte sich aus lauter Angst auch gar nicht getraut, sich bei uns zu melden. Sie tat mir wirklich leid", sagt die Mutter und fügt hinzu: "Für mich ist die Sache erledigt. Wir sind schließlich alle noch gut weggekommen."













