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13. Februar 2012
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Einwanderung ist Zukunft 

Rita Süssmuth spricht über Migration und Integration im Schloss Wolfsburg

Von Hans-Adelbert Karweik

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NORDSTADT. Die erfolgreiche Integration von Migranten hält Rita Süssmuth nicht nur für einen "Testfall auch für Deutschland", sondern für eine zentrale Zukunftsfrage. Die Ex-Bundestagspräsidentin spricht am Montag, 19. Januar, von 19.30 Uhr an im Gartensaal des Schlosses Wolfsburg über Migration und Integration. Sodann moderiert Imam Mohamed Ibrahim ein Gespräch zwischen Publikum und Referentin.

Ibrahim leitet das Islamische Kulturzentrum in Wolfsburg. Es ist mit dem städtischen Kulturbüro und dem Internationalen Freundeskreis Veranstalter dieses Vortrags über Fragen der Einwanderung und Integration. Rita Süssmuth gilt seit ihrer ungewöhnlichen Amtsführung als Präsidentin des Deutschen Bundestages als eine Politikerin, die neue, oft unbequeme Wege aufzeigt und geht. Als Vorsitzende der Zuwanderungskommission der Bundesregierung widmete sie sich von September 2002 bis Oktober 2004 Fragen der Einwanderung.

In ihrem Buch "Migration und Integration" analysiert sie alte und neue Antworten der Politik auf diese Fragen und setzt sich kritisch mit den bisherigen Erfolgen und Misserfolgen auseinander. "Migration eröffnet Chancen für Migranten und Aufnahmeländer, vollzieht sich aber nicht konfliktfrei", sagt sie.

So seien die Rücküberweisungen der Arbeitsemigranten weltweit von zunehmender Bedeutung für die Herkunftsländer. Sie seien mindestens dreimal so hoch wie die gesamte offizielle Entwicklungshilfe aller Staaten. Auf der anderen Seite führe die Unabhängigkeit dazu, dass zum Beispiel von 600 zu Ärzten ausgebildeten Somaliern nur noch 50 im Lande arbeiteten. Die anderen seien in die reichen Industrieländer abgewandert.

Rita Süssmuth sprach bereits zur Wiedereröffnung des Hoffmann-von-Fallersleben-Museums am 25. August 1991 in Wolfsburg. Sie bezeichnete Hoffmann von Fallersleben (1798 bis 1874) da als einen "Heimatlosen, der um Heimat bittet". Und sie warnte davor, Demokratie als Geschenk zu sehen. Denn sie sei, wie Hoffmann zeigte, "die Leistung von Menschen".

Dienstag, 30.12.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/9646334/menuid/2165
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