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14. Februar 2012
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Kumbela holt die Vergangenheit ein

Klage nach Prügelei am 1. November in Paderborn – "Dominick verhält sich hier absolut professionell"

Von Christian Schiebold und Hans-Dieter Schlawis

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BRAUNSCHWEIG. "Auch ich werde älter", betonte Dominick Kumbela im Januar im Eintracht-Trainingslager in Tunesien. "Damals war ich jung und habe über viele Sachen nicht nachgedacht." Er habe, beteuerte er, daraus gelernt.

Die Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten setzen darauf, dass der zur Winterpause nach Braunschweig gewechselte Profi die Wahrheit sagt – trotz der neuerlichen Anklage, die sich auf einen Vorfall vom 1. November 2009 bezieht.

"Dominick verhält sich hier absolut professionell. Seit er bei uns ist, gibt er Gas", sagt Marc Arnold, sportlicher Leiter der Eintracht. Für Kumbela gelte wie für jeden anderen auch erstmal die Unschuldsvermutung. Der Spieler habe erkannt, dass sein Vertrag in Braunschweig für ihn die letzte Chance ist, um noch im Profifußball erfolgreich zu sein.

In den ersten Spielen nach der Winterpause hatte Kumbela gute Leistungen abgeliefert, hatte gekämpft, gerackert, am Sonnabend in Ingolstadt mit seinem ersten Treffer für die Blau-Gelben gar noch den 3:3-Ausgleich gerettet.

Der Stürmer hatte bei der Vertragsunterzeichnung den Eintracht-Verantwortlichen offenbar nichts von dem neuerlichen Ermittlungsverfahren erzählt. "Mein Mandant hat dem Vorfall keine Bedeutung beigemessen", sagte gestern sein Anwalt Horst Kletke.

Sollten sich die neuerlichen Vorwürfe gegen Kumbela allerdings bestätigen, droht diesem möglicherweise sogar eine Gefängnis-Strafe. "Er ist dann ein Bewährungsversager", sagte Oberstaatsanwalt Horst Rürup unserer Zeitung. Schließlich war Kumbela erst im Februar 2009 vom Amtsgericht Erfurt wegen Körperverletzung zu vierzehn Monaten Gefängnis auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 16 000 Euro verurteilt worden. Sollte der 25-Jährige nun auch vom Gericht in Paderborn für schuldig erklärt werden, könnten die Richter in Erfurt ihre Bewährung widerrufen.

Angeklagt war seinerzeit eine Tat vom 9. Dezember 2007. Damals hatte Kumbela in einer Diskothek gefeiert. Gegen Morgen bekam er mit seiner schwangeren Freundin Streit. Er schlug sie ins Gesicht, soll laut Anklage mehrfach auf sie eingetreten haben. Zudem schlug er auf einen Türsteher ein.

Kumbela – so zitierte ihn damals die Bild-Zeitung – sagte in seinem letzten Wort vor Gericht: "Ich bin Profifußballer, und der sollte sich in der Öffentlichkeit anders verhalten. Ich muss mit der Strafe leben." Erfurt entließ ihn fristlos.

Es war nicht das erste Mal im Laufe seiner Fußball-Karriere, dass der Deutsch-Kongolese mit dem Gesetz in Konflikt geriet.

Während seiner Zeit in Kaiserslautern wurde er mit Rauschgift in einer Disko erwischt. Im November 2005 entließen ihn die Lauterer.

Auch im Rahmen des Wettskandals wurde gegen Kumbela ermittelt, der stets seine Unschuld beteuerte. Der DFB verurteilte ihn und zwei weitere Regionalligaspieler wegen unsportlichen Verhaltens zu 8000 Euro Geldstrafe. Kontakt zu Wettbetrügern soll es gegeben haben, Manipulationen von Spielen jedoch offenbar nicht, weshalb der DFB von Sperren gegen die Spieler absah.

Mittwoch, 10.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11891516/menuid/2166

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