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14. Februar 2012
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"Kumbela soll sportliche Antwort geben"

Von Christian Schiebold, Braunschweiger Zeitung

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Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat Eintracht-Profi Dominick Kumbela wegen vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt. Der 25-Jährige will sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Dafür bezog Eintracht-Präsident Sebastian Ebel Stellung im Gespräch mit unserer Zeitung. Er fordert eine sportliche Antwort des Stürmers.

Herr Ebel, sind Sie aus allen Wolken gefallen, als sie von den Ermittlungen gegen Dominick Kumbela erfahren haben? Zumal er Ihnen das bei den Vertragsverhandlungen offenbar verschwiegen hat.

Natürlich ärgert uns das. Und natürlich sind wir nicht glücklich, dass wir jetzt solche Schlagzeilen lesen müssen. Darauf könnten wir gut verzichten. Aber solange wir nicht wissen, was da wirklich passiert ist, sollten wir uns mit der Beurteilung des Falles zurückhalten.

Einmal angenommen, Kumbela wird vom Gericht in Paderborn tatsächlich schuldig gesprochen. Wie wird der Verein dann reagieren?

Das werden wir dann, wenn es soweit ist, entscheiden. Bis dahin gilt jedoch die Unschuldsvermutung. Eines ist aber natürlich klar: Es gibt Dinge, die wir als Verein nicht tolerieren können. Das würde zu einem Verfall der Sitten führen.

Der Vorfall in Paderborn hat sich in der Nacht zum 1. November ereignet, also zu einem Zeitpunkt, als Kumbela noch nicht bei Eintracht unter Vertrag stand. Was wäre, wenn sich der Stürmer hier in Braunschweig einen Fehltritt leisten würde?

Generell gilt: Wenn sich ein Spieler, der bei uns unter Vertrag steht, extrem daneben benimmt, müssten wir anders handeln. Dann würden wir natürlich sofort reagieren. Schließlich sehen wir die Spieler in der Pflicht, ihrer Vorbildfunktion im sportlichen sowie im privaten Umfeld nachzukommen.

Befürchten Sie, dass der „Fall Kumbela“ Auswirkungen auf die sportliche Leistung von Kumbela, und damit auch auf die der Mannschaft haben könnte?

Das glaube ich nicht. Wir wollen von Kumbela eine sportliche Antwort erhalten. Er ist bei uns, das weiß ich aus vielen Gesprächen, gut integriert und sportlich ein Gewinn für die Mannschaft. Unsere Aufgabe ist es jetzt, ihn zu unterstützen und zu fördern. Unser Ziel ist es, nächste Saison gegen Arminia Bielefeld und Hertha BSC Berlin zu spielen. Das können wir nur gemeinsam erreichen.

Was glauben Sie, wie die Fans Kumbela am Samstag beim Heimspiel gegen Unterhaching empfangen werden?

Viele Fans haben ein gutes Gespür für solche Themen. Deshalb gehe ich von einer breiten Unterstützung für Kumbela aus. Schließlich hat er sich hier durchweg professionell verhalten. Und wie gesagt: So lange nichts bewiesen ist, sollte für uns alle die Unschuldsvermutung gelten.

Mittwoch, 10.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11898179/menuid/2166

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