Steht auf, wenn ihr das Derby wollt
Torsten Lieberknecht fand exakt das passende Adjektiv für das Spiel am Samstag: Schmutzig.
Und nur so funktioniert es doch auch in der Liga. Viele ambitionierte Mannschaften haben am Wochenende Punkte gelassen, die Eintracht hingegen hat sich den Sieg erarbeitet. Vor zehn Jahren bist du ins Stadion gefahren und wusstest, dass der Gegner keine Chance haben würde. Die Zeiten sind vorbei. Die 3. Liga ist sehr stark, und alle haben mächtig Geld in die Hand genommen, um an die Fernsehfleischtöpfe der Bundesliga zu gelangen.
Jeder Sieg ist enorm wichtig, das Zustandekommen interessiert hinterher doch keinen mehr. Wichtig ist, dass die Punkte hier bleiben und die Mannschaft den unbedingten Willen zum Sieg zeigt. Das hat sie nach dem Platzverweis von Brinkmann getan, zumal sie sich ja nicht nur gegen elf Spieler, sondern auch gegen den gerne in Unterhaching-Bettwäsche schlafenden Schiedsrichter durchsetzen musste.
Ansonsten bemerkenswert, dass die Unterstützung von den Rängen deutlich besser war als in den vergangenen Heimspielen. Nicht nur unsere Tabellenposition, sondern auch die von Hannover wirkte beflügelnd, man erhob sich und sang gemeinsam: "Steht auf, wenn ihr das Derby wollt." Möglich ist es, ich war heute in Hannover und traf das Abstiegsgespenst. Es hatte die letzten zwei Wochen viel in Berlin zu tun, wird sich jetzt aber voll auf die Roten konzentrieren.
Christoph Köchy (29) ist Gründungsmitglied des Eintracht Fanklubs Braunschweiger Jungs ’95.













