Abschied auch von Mutapcic?
Letzter Heimauftritt für einige Phantoms-Basketballer Sonntag gegen Gießen
BRAUNSCHWEIG. Für die Basketball-Bundesliga war es eine schöne Woche. Die Liga verkündete, dass sie endlich den herbeigesehnten Partner im frei empfangbaren Fernsehen gefunden hat und dass sie an ihre Klubs 356 800 Euro aus dem Ausbildungsfonds ausschüttet. Die Phantoms Braunschweig allerdings gehen in beiden Fällen leer aus.
Der Sender Eurosport überträgt die Play-offs, in denen die Braunschweiger wegen ihrer schwachen Rückrunde aber nicht beteiligt sind. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, waren es die türkischen BBL-Trainer Didin (Frankfurt) und Öngören (Tübingen), auf deren Vermittlung das türkische Tourismus-Ministerium als Sponsor einstieg und die Live-Bilder ermöglicht.
Richtig schlecht sehen die Braunschweiger beim Ausbildungsfonds aus. Während die Konkurrenz aus Ulm, Gießen und Köln jeweils um die 50 000 Euro einstreicht, weil sie ihren deutschen Spielern im U-24- Alter viel Einsatzzeit gewährt, werden die Phantoms nur um die 3000 Euro bekommen. Weil aber für jeden neu verpflichteten Profi 2800 Euro in diesen Topf einzuzahlen waren, machen die Braunschweiger ein dickes Minus.
Nur 3000 Euro aus Fonds
Morgen gegen Gießen dürfte dies nochmal besonders schmerzlich in Erinnerung gerufen werden: Der Ex-Braunschweiger Jannik Freese, der mangels Einsatzperspektive im Sommer das Team gewechselt hatte, spielt bei Gießen mittlerweile in der Startformation.
Einige Phantoms werden sich im vorletzten Saisonspiel letztmalig dem Heimpublikum präsentieren. Offiziell verabschiedet wird aber nur Peter Fehse, der nach seiner zweiten Achillessehnen-Operation seine Karriere beenden muss. Andere Personalentscheidungen würden erst nach der Saison fallen, betont Sportdirektor Oliver Braun, der derzeit mit allen Profis Gespräche führt.
Im Hallenheft ist dafür reichlich kryptisch die Rede von einem geplanten "Umbruch und Verbesserungen der Strukturen", einem "Aufschwung in der Region" nach einem "Aderlass, der Problematiken aufgezeigt" hätte, und von einem "kleinen Neuanfang". Das lässt sich nur interpretieren in Richtung einer Kooperation mit den Herzögen Wolfenbüttel und einer Neubesetzung des Trainerpostens.
Die Trainerfrage entscheide auch der Aufsichtsrat mit, sagt Braun. Eine Weiterverpflichtung Emir Mutapcics sei da noch nicht vom Tisch.
Nach Informationen unserer Zeitung allerdings soll nach dreieinhalb Jahren mit dem Bosnier ein ehrgeiziger deutscher Trainer kommen. Im Gespräch sind unter anderem Ingo Freyer (Hagen) und Andreas Wagner (Nördlingen), deren Klubs eventuell keine BBL-Lizenz bekommen.
Phantoms Braunschweig Gießen 46ers, Sonntag, 17 Uhr, VW-Halle.













