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11. März 2010
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Kapitän Andrew Drevo bleibt an Bord

Basketballer treffen erste Personalentscheidung – Kooperationspartner SG fehlt mittlere fünfstellige Summe

Von Ute Berndt

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BRAUNSCHWEIG. Vor ihrem letzten Saisonspiel am Samstag in Bonn haben die Braunschweiger Erstliga-Basketballer die erste Personalentscheidung gefällt. Per Option wurde der Vertrag von Kapitän Andrew Drevo verlängert. Der 28 Jahre alte Amerikaner geht damit in seine dritte Saison bei den Phantoms. "Meine Frau und ich fühlen uns sehr wohl in Braunschweig", sagt er zufrieden.

"Andrew ist ein wichtiger Baustein unserer Mannschaft, ein Bindeglied für viele Spieler, die hier sind", begründet Sportdirektor Oliver Braun die Vertragsverlängerung des besten Rebounders und Dreierwerfers sowie zweitbesten Punktesammlers des Teams.

Verbunden mit der Unterschrift ist die Hoffnung Brauns, dass Drevo konstanter spielt als diese Saison, in der die Geburt seiner Tochter den introvertierten Mann aus Nebraska wochenlang in ein großes Leistungsloch gestürzt hatte. "Aber er hat die Babyphase überwunden, und wenn es gut läuft, ist er einer der besten Vierer der Liga."

Somit wäre diese Position besetzt, denn Drevos Vierer-Kollege Nils Mittmann hat einen weiterlaufenden Vertrag. Das gilt auch für die Doppellizenzspieler Kevin Wysocki, Jusuf El Domiaty, Philip Noch, Tony Granz, Dennis Czepczynski und Michael Fleischmann.

Könnte Braun sich etwas wünschen, würde er das lange Quartett des Teams komplett zusammenhalten, das zu den besten der BBL gehört. Schwer wird das bei Center Kyle Visser, der sein Glück erneut in der NBA versuchen will und nach seiner bärenstarken Rückrunde auch anderswo in Europa deutlich mehr als in Braunschweig verdienen kann. Bei Jason Cain sehe es hingegen gut aus, sagt der Sportdirektor.

Völlig unklar ist derzeit, wie es mit Zweitliga-Pro B-Kooperationspartner SG weitergeht. Braun wehrt sich gegen Vorwürfe, er wolle das Team dichtmachen und lieber mit den Herzögen Wolfenbüttel kooperieren, die in die Pro A aufsteigen wollen. "Fakt ist, dass der SG fast die Hälfte des Etats fehlt." Fände sich ein Sponsor, der eine mittlere fünfstellige Summe zahlt, könne es normal weiterlaufen.

Bis zum 31. Mai muss eine Entscheidung gefallen sein, betont SG-Manager Stefan Schwope. Danach sei der Rückzug der Mannschaft aus der zweiten Liga nicht mehr ohne eine saftige Strafe möglich.

Trotz der Finanzarmut hat die SG – wie auch das Herzöge-Team – immerhin eine Pro-B-Lizenz ohne Auflagen erhalten. Doch alle Zweitligisten hängen hinsichtlich der Ligeneinteilung bis Juli in der Luft, weil es in der BBL so viele Wackelkandidaten gibt, die eventuell von der Pro A aufgefangen werden müssen.

Mittwoch, 06.05.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10276223/menuid/2167
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